DSL Alternativen für Hochstadt und Wachenbuchen
DSL-Anschluss: Städtische Wirtschaftsförderung stellt Alternativen für Maintaler Stadtteile vorDas Internet hat sich in den letzten Jahren zum Informations- und Kommunikationsmedium Nummer 1 entwickelt. Umso ärgerlicher ist es für Unternehmen, Freiberufler und private Internetnutzer, dass derzeit lediglich zwei der vier Maintaler Stadtteile – Dörnigheim und Bischofsheim - an das leistungsfähige DSL 6000 oder DSL 16000 angeschlossen sind. Besonders für diejenigen, die beruflich auf den Transfer großer Datenmengen angewiesen sind, ist das ein Problem, also beispielsweise für Fotografen oder Grafiker. Denn in Hochstadt verfügt lediglich ein Teil der Haushalte über DSL 2000, der Rest sowie die Wachenbuchener Kunden gar nur über DSL 1000.
Da sich die Beschwerden aus der Bevölkerung dieser beiden Stadtteile massiv erhöht haben, trat Bürgermeister Erhard Rohrbach mit der Telekom in Kontakt, um zu erfragen, wann die Bereitstellung von DSL 6000 oder DSL 16000 in Hochstadt und Wachenbuchen geplant sei oder welche Alternativen es gebe. Die Antwort der Deutschen Telekom war für den Rathauschef sehr enttäuschend.
Priorität bei der DSL-Versorgung habe zunächst die flächendeckende generelle Verfügbarkeit, hieß es da. Hier sei die Stadt Maintal bereits sehr gut versorgt. Die Investition in eine Bandbreitenerhöhung in den Stadtteilen Hochstadt und Wachenbuchen sei aus unternehmerischer Sicht derzeit nicht wirtschaftlich, so die Telekom weiter. Die Alternative für die Stadt Maintal bestehe darin, dass sie sich an den Investitionen in Höhe von bis zu 500.000 Euro beteiligen könne. Eine genaue Kostenanalyse könne zudem erst dann durchgeführt werden, wenn die Bereitschaft signalisiert würde, einen Teil der Kosten im sechsstelligen Bereich zu übernehmen.
Die Stadt würde zwar gerne einen Beitrag dazu leisten, dass Bürger und Selbstständige in Hochstadt und Wachenbuchen endlich schneller ins Netz kommen - eine Ausgabe in dieser Höhe aber ist nicht tragbar. „Dass die Gewinnung neuer Kunden beziehungsweise die Sicherung des Kundenbestandes in zwei ganzen Stadtteilen sich nicht rechnen soll, kann ich mir persönlich eigentlich nicht vorstellen. Zudem finde ich es sehr schade, dass auf die Zufriedenheit bestehender Kunden so wenig Wert gelegt wird: Ein Beispiel mehr, das zeigt, wie vielerorts offensichtlich nur kurzfristig gedacht wird und der schnelle Gewinn im Vordergrund steht“, so der Bürgermeister.
Dies nahm Anke Gemein von der städtischen Wirtschaftsförderung zum Anlass, um den Bürgerinnen und Bürgern aus Hochstadt und Wachenbuchen Anbieter mit alternativen Übertragungstechniken vorzustellen. Nexiu ist ein Produkt der Mega Access GmbH, welches den Zugang zum Highspeed-Internet per Funk verschafft (www.nexiu.de). Eine Flatrate steht schon ab 25,-- €/Monat zur Verfügung. Auch T-Mobile bietet das schnelle Surfen über Mobilfunk mit web’n’walk@home an (www.t-mobile.de). Die Fa. Probstei Telekom GmbH stellte im vergangenen Jahr ihr Produkt SATDSL vor; eine Internetanbindung über Satellit (www.probstei-telekom.de).