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Thema Heimat: Spannende Kurzfilme von Menschen aus Maintal

10.11.2015

Nach rund einem Jahr Vorbereitungszeit geht am 21. November das erste Maintaler Kurzfilmfestival in Szene

 

Dem Thema Heimat nähert sich in verschiedenen Sichtweisen eine besondere Veranstaltung in Maintal: Das erste Maintaler Kurzfilmfestival. Maximal sieben Minuten lang sollten die Filme werden, mit denen nun sieben Gruppen ihre Vorstellungen und Interpretationen zum Heimatbegriff dem Maintaler Publikum näher bringen. Beteiligt haben sich Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters. „Genau das macht das Projekt so spannend“, ist sich Eberhard Seipp von der Freiwilligenagentur des städtischen Fachdienstes Maintal Aktiv sicher. Bei Maintal Aktiv laufen die Fäden für das erste Maintaler Kurzfilmfestival zusammen. Zu sehen sind Beiträge von Gruppen aus dem Albert-Einstein-Gymnasium, der Erich-Kästner-Schule, dem Arbeitskreis Asyl Maintal, dem Jugendzentrum Wachenbuchen, dem Heimatmuseum Maintal, von Bonis Treff aus Dörnigheim sowie aus dem Stadtteilzentrum Bischofsheim.

 

Gezeigt werden die spannenden Filme am Samstag, 21. November, ab 19 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim. Eine Jury wählt den besten Film aus. Eröffnet wird der Abend durch Maintals Ersten Stadtrat Ralf Sachtleber und musikalisch umrahmt von David Lamm von der Musikgruppe Van Tasten.

 

Die Idee für das Kurzfilmfestival entstand bereits vor rund einem Jahr. Den Anstoß gab das Projekt „Heimat neu denken“, an dem sich Maintal Aktiv im Rahmen des Landesförderprogramms „Wegweisende Integrationsansätze realisieren“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration beteiligt. Am Anfang fand sich eine kleine Vorbereitungsgruppe interessierter Menschen zum Thema Heimat in Kooperation mit dem Heimatmuseum Maintal zusammen. Daraus wurde Anfang 2015 schließlich die Idee zu einem Filmfestival.

 

„Wir wollten für das Thema Heimat verschiedene Akteure aus Maintal zusammenbringen wie das Heimatmuseum, das Stadtteilzentrum Bischofsheim, die Maintaler Schulen, Jugendeinrichtungen, interessierte Kulturgruppen, die Kirchengemeinden sowie den Arbeitskreis Asyl. Interessant für die Zuschauer ist vor allem der vielfältige kulturelle Hintergrund der Beteiligten, der sich auch in den fertiggestellten Filmen ganz deutlich zeigt“, berichtet die ehemalige städtische Mitarbeiterin Eva Essig. Gemeinsam mit Martin Scharping von der gemeinnützigen Die Welle GmbH, der auch im Stadtteilzentrum Bischofsheim tätig ist, und Eberhard Seipp von der Freiwilligenagentur von Maintal Aktiv bilden die drei die Projektgruppe zur Vorbereitung des Kurzfilmfestivals. Im Frühjahr wurden Maintaler Schulen, Jugendeinrichtungen, das Stadtteilzentrum Bischofsheim und der Arbeitskreis Asyl angesprochen, um auszuloten, ob sich die Idee realistisch umsetzen lässt. „Die Rückmeldungen waren überaus positiv und erfolgversprechend, so dass wir uns an die  Vorbereitung des Festivals machen konnten. Hier haben sich alle beteiligten Gruppen großartig engagiert“, so Eberhard Seipp.

 

Der Aufführung der Filme sind zahlreiche Treffen der Projektgruppe vorausgegangen, bei denen verschiedene Probleme, Fragestellungen und Schwierigkeiten besprochen wurden. Dabei wurde die Kooperation und gegenseitige Unterstützung groß geschrieben. „Für die Filme selbst haben wir keine allzu starren Vorgaben gemacht, die künstlerische Freiheit sollte Vorrang haben“, erklärt Martin Scharping. Welch vielschichtiges Thema die Heimat ist, wurde schon in den ersten Vorbereitungstreffen deutlich. „Heimat hat für uns Menschen oft mehrere Bedeutungen. So spielen zum Beispiel die Erlebnisse an unterschiedlichen Orten und die emotionale Wichtigkeit dieser Erlebnisse eine Rolle, ebenso wie verschiedene Wohn- und Lebensorte“, ergänzt Eberhard Seipp. Bedeutend für das Heimatgefühl sind natürlich auch Sprache, Kultur, Speisen sowie als ganz wichtiger Aspekt die Erinnerungen an die Kindheit. Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen haben zudem oft einen ambivalenten Heimatbegriff, sagen zum Beispiel: „Heimat ist, wo ich mich aufgenommen fühle“, oder „Jetzt ist meine Heimat hier“.

 

Der gesamte Prozess zur Entwicklung des ersten Maintaler Kurzfilmfestivals dauerte rund zwölf Monate. Am 21. November ist es nun endlich so weit: Die sieben beteiligten Gruppen sind gespannt, wie ihre Filme beim Publikum ankommen und wie sie von der Jury bewertet werden.