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„Kindern eine Stimme geben“

06.06.2017

Bundesweites Motto des 25. Maintaler Weltkindertages zieht sich durchs Festjahr 2017

 

Am Sonntag, den 24. September, veranstaltet die Stadt Maintal von 12 bis 18 Uhr zum 25. Mal auf dem Gelände des Brüder-Schönfeld-Hauses in Maintal-Dörnigheim den Weltkindertag. Das Fest fällt auf den Tag der Bundestagswahlen und unterstreicht damit das diesjährige bundesweite Motto „Kindern eine Stimme geben“. Das Motto wird schon jetzt bei vielen Veranstaltungen aufgegriffen.

 

Den Beginn machte im April eine Ausstellung zu den Kinderrechten im Maintaler Rathaus. Zu sehen waren unter anderem Exponate des vergangenen Weltkindertags, der 2016 unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ stand. Ergänzt wurde die Schau durch Gemälde, die im Frühjahr während eines kreativen Kinderrechte-Workshops „Kinder sind nicht gleich. Aber ihre Rechte.“ entstanden. Allen kleinen und großen Künstlerinnen und Künstlern aus den Maintaler Kindertageseinrichtungen, Schulen und Kinderclubs gebührt großer Dank.

 

Ein weiterer Teil der Ausstellung war die Abfrage des liebsten Kinderrechts, bei der sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Stimme abgeben konnten. Die Abstimmungsergebnisse werden auf dem diesjährigen Weltkindertag präsentiert.

 

„Viele Kinder fanden während der einmonatigen Ausstellung den Weg ins Maintaler Rathaus. Sie brachten ihre Eltern oder Großeltern mit, die mit Stolz die Kunstwerke ihrer Sprösslinge bestaunten. Unterschiedliche Kindergruppen packten zudem die Gelegenheit beim Schopf und verbanden den Besuch der Ausstellung mit der teilweise wiederholten Beschäftigung mit der Thematik der Kinderrechte“, berichtet Lisa Hagedorn, die Leiterin des städtischen Fachdienstes Jugendarbeit.

 

Bei der Finissage am Ende der Kinderrechte-Ausstellung stand bereits das diesjährige Weltkindertags-Motto „Kindern eine Stimme geben“ im Vordergrund. Ganz dem Kinderrecht der „freien Meinungsäußerung und Beteiligung“ entsprechend, wurden Kinder ins Rathaus eingeladen, um an einem politischen Ort und vor der Bürgermeisterin als Repräsentantin der Stadt öffentlich ihre Werke selbst zu präsentieren und zu kommentieren. Es gab viel zu sehen, zu hören und zu erleben. Das abwechslungsreiche Programm schaffte es, Kultur, Rechte und demokratische Bildung für Kinder begreifbar zu machen.

 

Zudem wurde auf dem neugestalteten Spielplatz vor dem Rathaus der erste Kinderrechtepfad in Maintal und Umgebung eingeweiht. Er besteht aus Pfosten, die im Rahmen des Weltkindertags 2015 von verschiedenen Maintaler Einrichtungen zu den einzelnen Kinderrechten gestaltet wurden und die einzelnen Kinderrechte künstlerisch aufgreifen.

 

Die Gestaltung und Planung des Weltkindertages geht indes in die heiße Phase: Bereits seit Anfang des Jahres bereitet sich das Organisationsnetzwerk mit allen Akteurinnen und Akteuren darauf vor. 25 Jahre Maintaler Weltkindertag bedeuten auch 25 Mottos, die stets die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt gestellt haben. Ein Viertel Jahrhundert lang ist sich die Stadt Maintal damit in Bezug auf die Kinderrechte treu geblieben. Das Jubiläumsfest wird einige Überraschungen parat haben und Unterhaltsames für Kinder, Jugendliche und Familien bieten. Das erste Vorbereitungstreffen mit den diesjährigen Bündnispartnerinnen und –partnern fand Mitte Mai statt. Besonders die Einbindung des diesjährigen Mottos stand dabei im Vordergrund. Bis zum zweiten Vorbereitungstreffen, das am 31. August ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Maintaler Rathauses standfindet, werden Plakate, Flyer und Standpläne fertig gestellt sein.

 

2012 wurde mit UNICEF ein starker Kooperationspartner gefunden. Auch in diesem Jahr wird die Hälfte des Geldes, welches die einzelnen Akteurinnen und Akteure am Weltkindertag einnehmen, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zugehen. Die Spenden kommen der Kampagne „Letzte Chance für eine Kindheit“ zugute. Mit dieser möchte UNICEF die große seelische Not von Kindern im Krieg und auf der Flucht sichtbar machen und Schutz und Hilfe für sie mobilisieren.

 

Der Weltkindertag findet rund um das Brüder-Schönfeld-Haus statt. Dieses erhielt am 23. Mai 1997, also vor 20 Jahren, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung seinen Namen. Anlass und Rahmen der Widmung war der Besuch in Maintal von jüdischen Zeitzeugen und Opfern der Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Haus ist nach den Brüdern Horst und Gerhard Schönfeld aus der Frankfurter Straße in Dörnigheim benannt, die 1941 mit ihren Eltern und fast 1.000 weiteren Juden aus Frankfurt und Umgebung nach Litauen deportiert und am Rande von Kaunas kurz nach der Ankunft erschossen wurden. Mit der Widmung des ehemaligen Schulgebäudes an der Ascher Straße wurde1997 im Foyer des Hauses eine Bronzetafel enthüllt, die den historischen Zusammenhang erläutert. „Das Brüder-Schönfeld-Haus als Veranstaltungsort für den Weltkindertag ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes somit auch der richtige Ort, um die Kinderrechte sichtbar zu machen und den Kindern eine Stimme zu geben“, betont Bürgermeisterin Monika Böttcher.