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Lucia-Aktion in Maintal

13.09.2017

Kerzenzeremonie läutet Brustkrebsmonat Oktober ein

 

In Deutschland sterben pro Tag 48 Frauen an Brustkrebs. Um der verstorbenen Frauen zu gedenken, entzünden die Mitglieder der Maintaler Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) gegen 16 Uhr am Dienstag, dem 10. Oktober, auf dem Kürbishof Schäfer, Bachstraße 18, in Maintal-Wachenbuchen, 48 Kerzen. Mit dieser Zeremonie, die nach der Lichtträgerin Lucia benannt ist, eröffnet Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfeorganisation in vielen deutschen Städten den Aktionsmonat gegen Brustkrebs, der weltweit im Oktober begangen wird.

 

Die Kerzen stehen neben dem Gedenken auch für die brennenden Anliegen von Menschen mit einer Krebserkrankung: effektive, qualitätsgesicherte medizinische Therapien, eine gute Nachsorge, ausreichende psychoonkologische Betreuungsangebote und ambitionierte Forschung. „Die medizinische Versorgung von Frauen mit Brustkrebs ist in Deutschland sehr gut. Trotzdem gibt es noch viele Schwächen im System. Insbesondere in Sachen Nachsorge gibt es noch viel Handlungsbedarf“, sagt Nieves Schwierzeck, Leiterin der Maintaler Gruppe.

 

Eine gute, individuelle Betreuung nach Operation, Bestrahlung und Chemotherapie ist für den langfristigen Erfolg der Behandlung sehr wichtig. „Leider kommt es aber noch häufig vor, dass sich die Betroffenen im Anschluss an diese Therapien alleingelassen fühlen“, so Nieves Schwierzeck. Die FSH bemängelt, dass Patientinnen häufig ohne konkrete Planung der nächsten Schritte aus der Klinik entlassen werden und gezwungen sind, die weitere Versorgung allein zu organisieren.

 

Die Betroffenen bleiben zudem vielfach mit ihren Sorgen, Ängsten und Kümmernissen allein. Psychoonkologische Angebote sind vor Ort meist schwer zu finden. „In dieser Situation fangen wir die Frauen auf, informieren sie über Therapien, Nebenwirkungsmanagement und Soziale Leistungen und begleiten sie auf diesem Weg, der so viele Fragen mit sich bringt“, erläutert Nieves Schwierzeck das Angebot der FSH. Zusätzlich gibt es eine Telefonberatung und ein Forum im Internet.

 

„Unsere ressourcenorientierten Angebote sind für viele Menschen mit Krebs sehr hilfreich auf dem Weg durch die Erkrankung“, weiß Nieves Schwierzeck aus eigener Erfahrung. Betroffene Frauen aus Maintal sind daher herzlichst eingeladen, zu einem der nächsten Treffen zu kommen. Die Gruppe Maintal trifft sich immer am ersten Dienstag im Monat um 14:30 Uhr in der DRK Station, Berliner Straße 29, in Maintal Dörnighem. Die Treffen können völlig unverbindlich besucht werden und sind kostenfrei. Ansprechpartnerin sind Nieves Schwierzeck (Telefon: 06181-493820) sowie Karin Daferner und Susanne Hoffmann.

 

Hintergrund:

Die FSH (Frauenselbsthilfe nach Krebs) ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. Sie verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind, und auch deren Angehörigen. Die Teilnahme ist unverbindlich und ohne Mitgliedsbeitrag.

Pressekontakt:

Frauenselbsthilfe nach Krebs, Gruppe Maintal

Frau Nieves Schwierzeck

Telefon: 06181 493820

E-Mail: nieves@schwierzeck.de

Internet: www.frauenselbsthilfe.de