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Tag des Obstbaums 2017

Maintal, den 20.09.2017

Pressemitteilung des Arbeitskreis Streuobst Maintal

 

„Tag des Obstbaums 2017"

 

Der Arbeitskreis Streuobst Maintal führt auch in diesem Jahr wieder den „Tag des Obstbaums" durch. Am Samstag, den 4. November 2017 werden hochstämmige Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche usw. zu einem günstigen Preis an Besitzer von Streuobstwiesen im Maintaler Streuobstgürtel abgegeben. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der ortsansässigen Steuerberatersozietät Gottfried und Stenger.

 

Jeder Maintaler Streuobstwiesenbesitzer kann ab sofort Bäume bestellen. Inklusive Pfahl, Drahthose als Bissschutz und Kokosschnüren kosten die Obstbäume je 23,50 Euro. Als Schutz gegen Wühlmäuse bieten wir darüber hinaus einen Drahtkorb für 7,50 Euro an. Gezahlt wird während der Abholung auf dem Parkplatz des Stadtteilzentrums in Bischofsheim, Dörnigheimer Weg/Ecke Goethestraße. Die Bestellung muss bis zum 14. Oktober 2017 eingegangen sein. Bestellt werden kann unter folgenden Adressen:

 

  • Freia Klinkert-Reuschling, Stadt Maintal Tel.: 06181 400-401 E-Mail: umwelt@maintal.de
  • Anika Hensel, Arbeitskreis Streuobst E-Mail: Rhensel@ko-shamo.de
  • Barbara Fiselius Landschaftspflegeverband MKK e.V. Tel. 06059 906688 E-Mail: barbara.fiselius@lpv-mkk.de

 

In diesem Jahr möchten wir besonders empfehlen, den Ruhm aus Kelsterbach und die Bischofsmütze (nach Zorn) nachzupflanzen. Der Ruhm aus Kelsterbach ist ein ansprechend rot gefärbter Apfel, süß und säuerlich, schmackhaft und lange lagerfähig. Aufgrund seines Aromas gibt er hervorragende Edelbrände und ist eine wertvolle Grundlage für den Apfelwein. Er bildet stattliche Bäume, die sehr alt werden können und mit ihrem beinahe lachsfarbenen Holz auch nach ihrem Ableben noch sehr wertvoll sind. Der Ruhm aus Kelsterbach war auf den Streuobstwiesen nördlich von Bischofsheim und Hochstadt weit verbreitet, wurde jedoch häufig mit der Roten Sternrenette verwechselt, so dass er aus Unkenntnis über seinen wahren Namen in den letzten Jahrzehnten nicht nachgepflanzt wurde. Dabei verdient es gerade diese regionale Sorte, im Landschaftsbild erhalten zu bleiben.

 

Dies gilt auch für die Bischofsmütze (nach Zorn). In alten Schriften findet sich, dass insbesondere in Bischofsheim die Bischofsmütze als Lokalsorte sehr geschätzt wurde. Nach jahrelanger Nachzucht ist diese Sorte jetzt endlich wieder erhältlich, so dass Liebhaber etwas für den Erhalt dieses traditionellen Apfels tun können, indem sie ihn gezielt nachpflanzen. Die Bischofsmütze ist ein tiefroter, sehr dekorativer Apfel, lange haltbar, als Tafelapfel saftig und für die Weinbereitung sehr ergiebig.

 

Auch das Nachpflanzen von Birnen wird wieder empfohlen. Dabei ist besonders an die bewährten Sorten Alexander Lucas oder Gräfin von Paris zu denken.

 

Bei der Zusammenstellung der Bäume ist darauf zu achten, dass frühes und spätes Tafelobst ebenso wie gute Pollenspender (z.B. Goldparmäne) — aber auch Kelterobst wie Trierer Weinapfel, Graue Renette oder Rheinischer Bohnapfel berücksichtigt werden.