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Kunst im Alltag

05.02.2018

Erste Skulptur oder Plastik soll am Bürgerhaus Bischofsheim entstehen

 

Davor stehen bleiben, es fotografieren, sich daran erfreuen, kontrovers darüber diskutieren: Auf Kunstwerke im öffentlichen Raum reagieren die Menschen ganz unterschiedlich. Auch in Maintal soll das Stadtbild durch Kunstobjekte aufgewertet werden. Aktuell sind Künstlerinnen und Künstler bundesweit dazu aufgerufen, ihre Ideen für das Pilotprojekt, ein dreidimensionales Objekt vor dem Bürgerhaus in Bischofsheim, einzureichen.

 

„Kunst ist nichts, was ausschließlich in geschlossene Räume gehört oder lediglich einem ausgewähltem Publikum gezeigt wird – Kunst sollte zum Alltag der Menschen gehören“, meint Gudrun Randt, die Patin der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell. Die Ehrenamtlichen haben im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Kulturbüro ein Konzept für Kunst im öffentlichen Raum in Maintal entwickelt. Demnach sollen in allen vier Stadtteilen Kunstwerke entstehen – frei zugänglich für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste. Der Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur gab in seiner Sitzung im Dezember letzten Jahres grünes Licht für das Vorhaben. Für das Pilotprojekt steht ein Budget von 25.000 Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind alle Kosten – vom Fundament des Objektes, über die Künstlergage bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.

 

Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland, die ihre Qualifikation durch eine Ausbildung oder ein Studium belegen können, dürfen ab sofort bis Ende April ihre Ideen für eine Skulptur oder Plastik einreichen. Der Standort und die Maße vor dem Bürgerhaus in Bischofsheim sind vorgegeben. Die besten Vorschläge werden im Anschluss daran von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt. Mitglieder sind Personen aus der regionalen Kunstszene sowie Bürgermeisterin Monika Böttcher und Jochen Spaeth, der ehrenamtliche Kulturbeauftragte. Im Herbst 2018 werden die Modelle und Fotomontagen der Finalisten im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Alle Maintalerinnen und Maintaler sind dann herzlich dazu eingeladen, die beste Idee zu küren. Über die Auftragsvergabe entscheidet letztendlich die Stadtverordnetenversammlung. Das Kunstwerk soll dann - frühestens ab 2019 - vor dem Bürgerhaus in Bischofsheim im Rahmen der dort geplanten energetischen Sanierung und der Neugestaltung des Umfelds errichtet werden.

 

„Ich freue mich auf mehr Kunst in Maintal. Die schon existierende Freiraum-Galerie sowie die aufmerksamkeitsstarken Graffiti- und Streetart-Werke auf einer Reihe öffentlicher Flächen werden künftig durch dieses Kunstprojekt erweitert, das unser Stadtbild aufwerten wird. Als noch junges Mitglied der Kulturregion FrankfurtRheinMain wird Maintal damit auch überregional wahrnehmbar“, unterstützt Bürgermeisterin Monika Böttcher die Idee der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell. Gudrun Randt ergänzt: „Der Entstehungs- und Entscheidungsprozess könnte darüber hinaus zu einer stärkeren Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt führen. Uns ist es wichtig die Menschen vor Ort an der Auswahl der Kunstobjekte zu beteiligen, um so das kulturelle Engagement der Maintalerinnen und Maintaler zu stärken. Außerdem soll die Arbeit von Kunstschaffenden durch dieses Projekt mehr Beachtung und Öffentlichkeit finden.“

 

Langfristiges Ziel ist, dass jeder Stadtteil ein eigenes Kunstwerk erhält. Diese könnten beispielsweise am Mainufer, in der „Grüne Mitte“, der Ortsmitte von Wachenbuchen oder oberhalb von Hochstadt, etwa als Aussichtspunkt und begehbares Kunstwerk mit Blick auf die umliegenden Mittelgebirge sowie die Frankfurter Skyline entstehen. „Wer weiß, vielleicht können wir die Einweihung eines gesamtstädtischen Kunstwerks im Jahr 2024, dem 50-jährigen Bestehen der Stadt Maintal, feiern“, wirft Gudrun Randt einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft.

 

 

Bildhinweis:

Aufwertung des Maintaler Stadtbildes durch Kunstobjekte: Künstlerinnen und Künstler sind dazu aufgerufen, ihre Idee einzureichen.

Von links: Florian Grünert (Leiter des Fachdienstes Kultur, Sport, Partnerschaften und Archiv), Gudrun Randt (Patin der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell), Monika Hoßfeld und Erna L. Hein (Mitglieder der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell), Bürgermeisterin Monika Böttcher

Foto: Stadt Maintal