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Sicherheit in Maintal

Maintal, den 13.03.2018

Erste KOMPASS Sicherheitskonferenz benennt Themenfelder

 

Ende Februar diskutierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Zielgruppen auf Einladung von Polizei und Stadt über sicherheitsrelevante Themen in Maintal. Die Veranstaltung fand im Rahmen von KOMPASS statt, dem „KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel“. Maintal ist eine von vier Modellkommunen, in der durch das Projekt des Landes Hessen die Sicherheit in den Städten und Gemeinden gestärkt werden soll.

 

„Mit dem Projekt KOMPASS setzen wir neue Impulse“, sagte KOMPASS-Berater Jürgen Schmatz bei der Vorstellung der vom Land Hessen initiierten Sicherheitsinitiative. Ziel von KOMPASS ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Die in den Pilotkommunen entwickelten Maßnahmen und Erfahrungen sollen weiteren teilnehmenden Kommunen als Beispiel und Motivation dienen. Jürgen Schmatz und Stephanie Padberg begleiten seitens des Polizeipräsidiums Südosthessen das Projekt.

 

Nach der Vorstellung des Projektes wurden die Anwesenden über Maintaler Sicherheitsthemen informiert. Dazu stellte Stefan Petersein, Leiter der Polizeistation Maintal, die aktuelle Sicherheitslage anhand der polizeilichen Kriminalstatistik 2017 vor. Dabei wurde deutlich, dass die zweitgrößte Stadt des Main-Kinzig-Kreises kein Kriminalitätsschwerpunkt ist. Dass durch Prävention auch viele Straftaten verhindert werden können, sieht das KOMPASS- Beratungsteam der Polizei in der rückläufigen Zahl der Wohnungseinbrüche bestätigt. Während 2016 noch 116 Diebstähle aus Wohnungen registriert wurden (Versuchsanteil: 45,7 Prozent), waren es 2017 nur noch 55 und davon 60 Prozent Versuche. „Dies zeigt, dass wir mit unseren Sicherheitsberater*innen vor Ort dazu beitragen, Eigentümer*innen und Mieter*innen auf mögliche Schwachstellen der Wohnungssicherung hinzuweisen und es so den Einbrecher*innen schwer machen“, so Jürgen Schmatz. Die Ausführungen der Polizei wurden von der Maintaler Ordnungsbehörde ergänzt. Die Mitarbeiter*innen müssen sich in Maintal schwerpunktmäßig mit vier Problemfeldern beschäftigen: Vandalismus, Graffiti, Müll und Lärm. In der Sitzung wurden durch die Ordnungsbehörde auch die bereits bestehenden Präventionsmaßnahmen vorgestellt.

 

Bei der ersten Sicherheitskonferenz in Maintal, die gleichzeitig auch die erste in den vier KOMPASS-Modellkommunen war, nahmen teil: Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erster Stadtrat Ralf Sachtleber, Vertreter*innen der Polizei und der Ordnungsbehörde, Vertreter der Albert-Einstein-Schule, die Kinderbeauftragte Irene Morgenstern, die Frauenbeauftragte Anne Denecke, die Integrationsbeauftragte Verena Strub, der Vorsitzende des Ausländerbeirates Salih Tasdirek, städtische Beschäftigte aus den Fachdienst Jugendarbeit sowie Soziale Dienste (Seniorenarbeit) und ein Sozialarbeiter der Welle gGmbH.

 

Die Teilnehmer*innen ergänzten die von Polizei und Ordnungsbehörde vorgestellten Problemlagen. So wurden die in der Dunkelheit verlassenen und besonders auf Frauen beängstigend wirkenden Bahnhöfe Maintal Ost und West thematisiert – auch wenn von Seiten der Stadt durch eine hellere Beleuchtung und das regelmäßige Zurückschneiden der Büsche und Bäume bereits Maßnahmen ergriffen wurden, um Angsträume zu vermeiden. Drogen- und Suchtprävention bei Schüler*innen, Vandalismus sowie die Gefahr durch freilaufende Hunde kamen unter anderem ebenfalls zur Sprache. „Als KOMPASS-Pilotkommune werden wir diese Themen angehen, um Maintal noch sicherer zu gestalten, mit dem Ziel beispielgebend für andere Kommunen zu sein“ erklärt Bürgermeisterin Monika Böttcher. Sie unterstützt gemeinsam mit dem für Ordnungsaufgaben zuständigen Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber das Projekt tatkräftig.

 

Derzeit sind alle Maintaler*innen ab 14 Jahren aufgerufen über den von der Justus-Liebig-Universität in Gießen entwickelten Fragebogen ihre eigenen Sicherheitsthemen einzubringen (siehe Link unten). Danach werden alle Themen zusammengetragen, Prioritäten gesetzt und im Rahmen einer Arbeitsgruppe geeignete Präventionsmaßnahmen entwickelt. In einer zweiten Sicherheitskonferenz im Frühjahr sollen dann die Ergebnisse vorgestellt werden, an die sich konkrete Maßnahmen anschließen sollen.

 

Bei Fragen und Anregungen zum Thema Sicherheit in Maintal können sich Interessierte an den städtischen Präventionsbeauftragten Frank Meisinger wenden; per E-Mail an praevention.KOMPASS@maintal.de oder telefonisch unter 06181 400-263.

 

Foto: Maintal ist eine von vier Pilotkommunen für das Projekt KOMPASS, der Sicherheitsinitiative des Landes Hessen. Vor kurzem fand die erste Sicherheitskonferenz statt.