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„Erzieher*innen und Tagespflegepersonen leisten Großartiges“

14.05.2018

Tag der Kinderbetreuung am 14. Mai würdigt wertvolle Arbeit der pädagogischen Fachkräfte

 

Wie würde der Alltag von Eltern aussehen, wenn ihre Kinder nicht in Kindertagesstätten, zu Tagespflegepersonen oder in Horte gehen könnten? Um den Stellenwert dieser unverzichtbaren Angebote deutlich zu machen, wurde 2012 der bundesweite Tag der Kinderbetreuung ins Leben gerufen. Seitdem findet er alljährlich am Montag nach dem Muttertag statt und wird von der Deutsche Kinder- und Jugendstiftung koordiniert. Bürgermeisterin und zuständige Personaldezernentin Monika Böttcher nimmt diesen Tag zum Anlass, um allen pädagogischen Fachkräften und Tagesmüttern Danke zu sagen und ihre Wertschätzung zu zeigen.  Denn eine hervorragende Arbeit leisten – neben dem gerade prämierten Familienzentrum Ludwig-Uhlandstraße – auch die anderen Einrichtungen.

 

Zwölf städtische Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es in der zweitgrößten Stadt des Main-Kinzig-Kreises. Dort werden insgesamt über 1.300 Kinder betreut (Stand: 01.03.2018) – dazu zählen die Kleinsten unter drei Jahren bis hin zu Kindern im Hortalter. Zusätzlich gibt es acht freie Träger, deren Kitas von 350 Kindern besucht werden, sowie fünf Betreuungsangebote von freien Trägern für rund 300 Schulkinder. Bei Tagespflegepersonen werden noch einmal knapp 90 Kinder betreut.

„Die Erzieher*innen und Tagesmütter leisten Großartiges“, sagt Monika Böttcher. Sie dankt allen, die in Maintal tagtäglich mit Kindern arbeiten, für deren wertvolle Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz. „In unserer Gesellschaft gewinnen familienergänzende Bildung, Betreuung und Erziehung einen immer höheren Stellenwert. Eltern sind darauf angewiesen, ihren Nachwuchs gut betreut zu wissen“, berichtet die Bürgermeisterin. Dass dies in Maintal besonders gut gelingt, zeigt auch die Auszeichnung des Familienzentrums Ludwig-Uhland-Straße als „Beste Kita des Jahres“ im Rahmen des Deutschen Kita-Preises 2018.

 

In den städtischen Kitas und Familienzentren werden schon die Kleinsten täglich zum Lernen ermuntert. „Wir leiten Kinder dazu an, sich im Rahmen von themenbezogenen Projekten Wissen selbst anzueignen – so lernen sie bei uns fürs Leben“, so Böttcher weiter. Die sehr hohe Qualität der Kinderbetreuung liegt bei der Stadt Maintal seit jeher im Fokus: „Unsere über 220 Erzieher*innen werden individuell gefördert, nutzen Fort- und Weiterbildungsangebote und qualifizieren sich zu verschiedenen Schwerpunkten – etwa im Bereich der Sprachentwicklung oder der Psychomotorik von Kindern. Zusätzlich nehmen viele unserer Teams an Modellprojekten teil, leisten also Pionierarbeit und bleiben damit stets am Puls der Zeit“, bekräftigt auch Heidrun Barnikol-Veit, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Familie und Jugend.

 

Damit der Qualitätsanspruch gehalten werden kann, gilt es neue Fachkräfte zu gewinnen – eine Herausforderung, der sich derzeit alle Kommunen stellen müssen. Die Stadt Maintal setzt dabei auf die Ausbildung in den eigenen Einrichtungen: Im Rahmen der klassischen Erzieher*innen-Ausbildung absolvieren nun schon seit einigen Jahren jährlich bis zu 24 Personen mit dem Jahrespraktikum das letzte Jahr der insgesamt fünfjährigen Ausbildungszeit bei der Stadt Maintal. Hinzu kommen viele andere Ausbildungsangebote: So ist die praxisintegrierte Teilzeitausbildung (PIT) besonders für Quereinsteiger*innen geeignet. Zusätzlich werden Sozialassistenten ausgebildet und Praktika für Schüler*innen oder Personen, die ein Freies Soziales Jahr absolvieren, angeboten. Auch werden Personen aufgenommen, die im EU-Ausland eine Ausbildung in der Kinderbetreuung absolviert haben und für dessen Anerkennung Berufserfahrung in Deutschland sammeln müssen. „Durch diese zahlreichen Wege wollen wir künftige Beschäftigte langfristig an uns binden und von den zahlreichen Vorteilen, die die Stadt Maintal als Arbeitgeberin bietet, überzeugen“, berichtet Heidrun Barnikol-Veit. Die Rechnung geht auf: Der überwiegende Teil der Jahrespraktikanten wird in ein Arbeitsverhältnis übernommen.

 

Im Bereich der Kindertagespflege leistete die Stadt Maintal bereits vor Jahrzehnten Pionierarbeit: Seit 1995 ist das Hessische Kindertagespflegebüro in Maintal beheimatet, weil hier schon sehr früh entsprechende Strukturen in der Kindertagespflege aufgebaut wurden. An diesen langjährigen Erfahrungsschatz knüpft auch das nächste große Projekt der Stadt Maintal an: Das „Haus für Kinder und Familien“ in der Dörnigheimer Eichenheege soll unter einem Dach Kita und Kindertagespflege noch näher zusammenrücken lassen: „Dies ist ein absolutes Novum in der Region. Umso schöner, dass wir damit anfangen und somit vielleicht beispielgebend sein können“, sagt Monika Böttcher. Für sie ist der Tag der Kinderbetreuung im Zusammenhang mit dem, was in Maintal tagtäglich in diesem Bereich geleistet wird, ein starkes Zeichen für die Familienfreundlichkeit der Stadt.


Hintergrund:

 

Über den Tag der Kinderbetreuung

 

„Die tägliche Arbeit von Kinderbetreuer*innen hat große Bedeutung für Kinder, Eltern und die Gesellschaft. Sie alle haben Anerkennung und ein Dankeschön verdient. Der Tag der Kinderbetreuung gibt der außerfamiliären Kinderbetreuung in Deutschland den Stellenwert, der ihr zusteht. Der Aktionstag wurde bereits 2012 vom Duisburger Peter Gärtner ins Leben gerufen. Der Aktionstag findet seitdem jährlich am Montag nach dem Muttertag statt. Seit dem vergangenen Jahr wird der Tag der Kinderbetreuung von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen des Programms Qualität vor Ort koordiniert. Die Organisation unterstützt all jene, die sich an diesem Tag bei Kita-Fachkräften und Tageseltern bedanken möchten.“

Quelle: http://www.rund-um-kita.de/tag-der-kinderbetreuung-infos/

 

Über das „Haus für Kinder und Familien“

 

Nach diesem Konzept soll die im Stadtteil Dörnigheim geplante und neu zu bauende Kita Eichenheege um weitere Räumlichkeiten für die Servicestelle Kindertagespflege (SKM) sowie für Familienbildungsangebote erweitert werden. Die Kita wird sechsgruppig für Kinder von eins bis sechs Jahren geplant.

 

Im „Haus für Kinder und Familien“ soll insbesondere die Kindertagespflege besser sichtbar werden. Durch die fachliche Vernetzung und gelebte Kooperation werden das Wissen und das Verständnis beider Betreuungsformen gefördert. Es werden neue fachliche und räumliche Synergien entstehen. Zudem wird ein Ort geschaffen, an dem Kinder aus der Tagespflege beim krankheits- oder urlaubsbedingten Ausfall der Tagesmutter oder des –vaters betreut werden können. Damit wird die Kindertagespflege noch attraktiver gestaltet, weiter ausgebaut sowie langfristig gesichert. Ein weiterer Baustein des Entwurfes ist es, eine Familienbildungsstätte im „Haus für Kinder und Familien“ einzurichten. Diese soll werdenden Eltern und jungen Familien Begegnung, Bildung, Begleitung und Beratung anbieten und ihre gesellschaftliche Einbindung fördern. Eltern und werdende Eltern können dann im Rahmen von Kursen und Beratung in ihrer Elternkompetenz und Erziehungspraxis zum Wohle der ganzen Familie gestärkt werden.