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„Kleine Schritte, die wir alle umsetzen können“

13.09.2018

Der Hessische Tag der Nachhaltigkeit machte nachhaltigen Lebensstil konkret erlebbar.

 

Was heißt eigentlich Nachhaltigkeit konkret in unserem Alltag? Und was können wir selbst tun? Dazu hatte die „Maintal Aktiv – Freiwilligenagentur“ zusammen mit dem Klimaschutzmanager der Stadt Maintal und dem Stadtteilzentrum Bischofsheim eine Fahrradtour quer durch Maintal organisiert. Das Ziel: Orte, wo Nachhaltigkeit konkret gelebt wird. Geführt von Regina Kirsch vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) konnten elf Teilnehmende am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 6. September so ganz direkt nachhaltigen Lebensstil in ihrer Stadt sehen, hören, schmecken und fühlen. „Der Gedanke dahinter“, so Olivia Metzendorf von der Freiwilligenagentur: „Nur, wer hautnah erlebt, was hinter dem Begriff steckt, und sich davon begeistern lässt, ist motiviert, dann auch selbst aktiv werden.“

 

Nachhaltiger Familienalltag

Sehr praxisnah wurde es daher im Garten von Richarda Schmittner und Michael Muenz in Bischofsheim: Hier lernten die Gruppe zum Beispiel, wie man Wachstücher selbst herstellt, um Käse, Brot und anderes umweltfreundlich einzupacken. Oder, wie man aus Natron, Soda, Essig und Zitrone umwelt- und verpackungsschonende Reinigungsmittel selbst machen kann. Außerdem gab es praktische Tipps für einen nachhaltigen Alltag: So bezieht die Familie etwa ihr Demeter-Gemüse aus der Solidarischen Landwirtschaft Luisenhof, achtet beim Einkauf neuer Elektrogeräte auf Sparsamkeit und Langlebigkeit, unterstützt den Einzelhandel und hat für den umweltfreundlichen Transport praktische Fahrradanhänger angeschafft.

 

Alternativen zu Wegwerfen und Neukauf

Dass es zum Neukauf auch eine nachhaltige Alternative gibt, „erfuhren“ die Teilnehmenden buchstäblich gleich an mehreren Orten: etwa im Leihladen, wo man für 2 Euro Monatsbeitrag Dinge, die man selten gebraucht, ausleihen kann: Bierzeltgarnituren, Fondue-Sets, Bohrmaschinen und mehr. Oder im Reparatur-Café, wo ein ehrenamtliches Team dabei hilft, defekte Elektrogeräte oder andere Gegenstände des Alltags zu reparieren. Im Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim lädt eine Selbsthilfe-Werkstatt speziell Jugendliche dazu ein, unter Anleitung Fahrräder und anderes zu reparieren oder zusammenzubauen.

 

Kreativ und selbstgemacht

Wer Lust hat, kreativ zu sein, ist in der Nähstube des Stadtteilzentrums Bischofsheim gut aufgehoben: hier kann Mann und Frau lernen, Taschen oder Kleidungsstücke selbst zu nähen. Und wer lieber Gemüse und Kräuter anbaut, dafür aber keinen Platz auf dem Balkon oder dem Fensterbrett hat, kann sich an der „Essbare Stadt“ beteiligen: In den Pflanzenkübeln rund um die Terrasse des Stadtteilzentrums und an vielen anderen Orten in Maintal darf angepflanzt und geerntet werden.

 

Große Lösung: Energetische Sanierung

Komplexer wird nachhaltiges Engagement allerdings, wenn es um die energetische Sanierung im Eigenheim geht. Daher konnte sich die Gruppe zum Abschluss in der katholischen Kirche bei einem Vortrag der Verbraucherzentrale zu den Fördermöglichkeiten informieren. „Ein rundum gelungener Tag der Nachhaltigkeit“, wie der Maintaler Klimaschutzmanager Fabian Wagenbach findet: „Die Teilnehmenden sind inspiriert von vielen praktischen Ideen nach Hause gegangen. Und wir haben alle gelernt, dass es nicht immer die große Lösung sein muss. Nachhaltigkeit, das sind viele kleine Schritte, die wir alle umsetzen können.“

 

Teilnehmer Nachhaltigkeit: Im Hof von Richarda Schmittner und Michale Muenz holen sich die Teilnehmer Tipps für einen nachhaltigen Alltag.

 

Foto: Stadt Maintal

     
   
 
   

 

 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Kleine Schritte, die wir alle umsetzen können“