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Integrationsarbeit in Maintal geht weiter

Maintal, den 13.09.2018

"Maintaler Bündnis für Geflüchtete" zieht positive Zwischenbilanz

 

Seit Herbst 2016 hat Maintal ein „Bündnis für junge Geflüchtete“, in dem sich Institutionen, Vereine und Einrichtungen miteinander vernetzen. Dieses Bündnis ist auf Initiative der Stadt Maintal entstanden, unterstützt von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“. Das Programm läuft zwar aus, doch die Mitglieder des Bündnisses haben jetzt anlässlich eines Workshops vereinbart, weiterhin im Sinne der Integration zusammenzuarbeiten und das aufgebaute Netzwerk zu verstärken.

 

„Spracherwerb, Berufseinstieg und soziale Teilhabe von jungen Geflüchteten – diese Ziele hatte das Bündnis vor zwei Jahren als vorrangige formuliert. Gemeinsam konnte viel erreicht werden, aber es gilt, weiter dran zu bleiben, damit für möglichst viele, gerade der Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung gelingt“, erklärt Bürgermeisterin Monika Böttcher anlässlich des Bündnis-Workshops, in dem Rückblick und Ausblick gehalten wurde. Im Herbst 2016 hatten sich Mitarbeiter*innen der Stadt Maintal, Vertreter*innen des Arbeitskreis Asyl, der Kommunalpolitik, der Welle gGmbH, des Kommunalen Center für Arbeit, des Bildungspartners Main-Kinzig, der Agentur für Arbeit, der IHK Hanau-Gelnhausen schnell darauf verständigt, die Gruppe der jungen männlichen Geflüchteten in den Fokus zu nehmen, die auch den größten Anteil der Asylbewerber in Maintal repräsentiert. Gemeinsam wurden die drei zentralen Handlungsfelder identifiziert, nämlich der Erwerb der deutschen Sprache, der Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung und in den Beruf sowie Teilhabe am sozialen Leben in der Stadt. Kurz nach Projektbeginn konnte ein Deutschkurs für jene jungen Geflüchteten angeboten werden, die aufgrund ihrer schlechten Bleibeperspektive keinen Anspruch auf einen Integrationskurs haben. Denn dem Bündnis war wichtig, dass möglichst allen nach Maintal geflüchteten Menschen, der Zugang zur deutschen Sprache eröffnet wird – der Schlüssel zur Integration. Mit drei Dialogveranstaltungen unter dem Titel „Unternehmen treffen Geflüchtete“ konnten in Maintal ansässige Unternehmen mit den jungen Menschen im Rathaus ins Gespräch kommen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Kooperationspartner, wie die Industrie- und Handelskammer Hanau Gelnhausen Schlüchtern und Referenten aus bundesweiten Wirtschaftsinitiativen informierten die Besucher*innen; positive Unternehmensbeispiele, wie „Stitch by stitch“, eine Schneiderwerkstatt aus Frankfurt gaben Impulse, wie die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Im Vorfeld dazu fanden Workshops statt, in denen Bewerbungsgespräche unter fast realen Bedingungen trainiert werden konnten.

Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt das Maintaler Projekt „Willkommen bei Freunden -- Bündnisse für junge Geflüchtete“ durch den Besuch der damaligen Familienministerin, Dr. Katharina Barley, die im August vergangenen Jahres hier zu Gast war, um sich über das Erreichte und die Herausforderungen vor Ort ein Bild zu machen.

 

„Das Bündnis war in der Phase des Zustroms Geflüchteter nach Maintal und darüber hinaus eine wertvolle Unterstützung. Daher danke ich allen für die geleistete Arbeit, besonders auch der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die diesen Prozess der Vernetzung mit dem Blick von außen kompetent begleitet hat“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher, die von Anfang an als Projektpatin „Ausbildung und Beruf“ beteiligt war.

 

Die Erfahrung aus den letzten zwei Jahren hat gezeigt, dass gute Netzwerke das reibungslose Zusammenarbeiten verschiedener Institutionen erleichtern: der direkte Kontakte, die kurzen Wege durch das persönliche Kennenlernen der Ansprechpersonen in den anderen Einrichtung wurde als positiv und hilfreich für die eigene Arbeit erlebt. Die Teilnehmer*innen des Workshops betonten ihre Bereitschaft, gemeinsam weiter zusammenzuarbeiten. Bei der Auswahl der künftigen Schwerpunkte stellten sich die bereits identifizierten Ziele als weiterhin notwendige Schwerpunkte heraus – und zwar jeweils an die sich seit 2016 weiterentwickelte Situation angepasst. „Ich freue mich dass wir uns für eine Fortführung des Bündnisses in Maintal entschieden haben; das Engagement zum Weitermachen war sehr deutlich. Dies werde ich auf jeden Fall gerne unterstützen und bin auf die Entwicklung sehr gespannt“, betont die Integrationsbeauftragte der Stadt Maintal, Verena Strub, die nun die organisatorische Federführung im Bündnis übernimmt. Ein erstes Folgetreffen wird im Oktober stattfinden.

 

Bildhinweis:

Maintaler Bündnis für junge Geflüchtete – Rückblick , aktueller Stand und Transfer

B1: Die Bündnispartner haben Resumee gezogen und sich für eine Fortführung der Arbeit ausgesprochen.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Integrationsarbeit in Maintal geht weiter