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Foto-Journalist berichtet über "Syrien – Erinnerungen an ein Land ohne Krieg"

Maintal, den 09.10.2018

Stadt Maintal lädt zu multimedialer Live-Reportage ins Bürgerhaus Bischofsheim ein

 

In einem Zeitraum von 20 Jahren reiste der Fotojournalist, Autor und Islamwissen­schaftler Lutz Jäkel immer wieder nach Syrien – bis zum Ausbruch der Unruhen und Aufstände im März 2011. Am Donnerstag, den 1. November um 19.30 Uhr zeigt er seine Bilder und Videos in einer Live-Reportage im Bürgerhaus Bischofsheim. Der Eintritt ist kostenlos – genau wie das Finger-Food-Buffett mit syrischen Köstlichkeiten zum Probieren. Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung vom Duo Syrix.

 

Der Fotojournalist Lutz Jäkel stellt in seiner von ihm moderierten, multimedialen Live-Reportage Syriens Schönheit in allen Facetten vor. Die Reportage belegt die Einzigartigkeit dieser Region mit herzlichen Begegnungen, kultureller Fülle und einem meist friedlichen Miteinander der Religionen und Ethnien. Seine Fotos dokumentieren den Alltag bis zum Jahr 2011, zeigen, wie die Bevölkerung in Syrien gelebt hat. Zu dieser Veranstaltung lädt die Stadt Maintal als Modellkommune im Rahmen des Projekts „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen“ ein. Das von der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) initiierte Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Die Stadt Maintal hat sich auf Initiative von Bürgermeisterin Monika Böttcher dafür beworben und wurde zusammen mit der Gemeinde Beverstedt, den Städten Darmstadt und Krefeld sowie den Landkreisen Donau-Ries, Gießen und Hameln-Pyrmont ausgewählt. Zu diesem Modellprojekt gehört, dass aktuell zwei syrische Geflüchtete ein einjähriges Praktikum in der Stadtverwaltung absolvieren, das sie vor wenigen Wochen erfolgreich begonnen haben.

„Ich freue mich, dass wir mit der Live-Reportage eine Veranstaltung anbieten, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet. Interessierte erfahren, wie Syrien vor dem Krieg aussah, wie die Menschen dort gelebt haben und was sie an Erfahrungen sowie an Qualifikationen mit nach Deutschland gebracht haben. Somit werden wir ein anderes Bild erhalten, als das, was wir seit Kriegsausbruch durch die Berichterstattung in den Medien kennen“, erklärt die Integrationsbeauftragte der Stadt Maintal, Verena Strub.

 

Die Live-Reportage „Syrien – ein Land ohne Krieg“ ist auf der Internetseite von Lutz Jäkel wie folgt beschrieben: „Die Erzählungen beschwören den Duft von getrockneten Kräutern im Suq, die ausgelassene Geräuschkulisse eines geselligen Abends und den zarten Wind, der über die Gipfel eines Berges streicht. Voller Wärme berichten außerdem in seiner Live-Reportage Syrer, Deutsch-Syrer und Deutsche in Videos von ihrem Syrien, lassen den Zuschauer teilhaben an ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die geprägt sind von Fröhlichkeit und Wehmut, Freude und Trauer. So entsteht ein gleichermaßen persönliches wie breites Bild – und ein Brückenschlag voller Hoffnung und Empathie. Eine Live-Reportage über ein Syrien, wie es jenseits des politischen Systems einmal war, wie es teilweise noch immer ist und wie es hoffentlich eines Tages wieder sein wird. Und in dem alle Syrerinnen und Syrer in Freiheit und Frieden leben können.“

 

Foto: Die Live-Reportage zeigt Bilder aus dem noch unzerstörten Syrien; Foto: Lutz Jäkel