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Islam uff hessisch

Maintal, den 01.02.2019

Maintaler Integrationsbeauftragte startet Projekt in Gaststätten

 

Wer in nächster Zeit eine Maintaler Gaststätte besucht, könnte auf dem Untersetzer des Getränks eine Frage entdecken, die sich mit dem Islam beschäftigt. Die Antworten dazu gibt es im Internet – und das alles auf hessisch.

 

„Wie hawwes die Moslems mittem Äppelwoi?“, „Derfe die Fussballer im Ramadan gar nix esse?“ oder „Woher komme dann all die Muslime, die wo hier in Hesse leewe?“ sind drei von zehn Fragen rund um den Islam, die sich  – auf Getränkeuntersetzer gedruckt – demnächst in zahlreichen Maintaler Gaststätten finden lassen. Die Antworten dazu gibt es im Internet – ebenfalls in hessischer Mundart.

 

Auf Initiative der Integrationsbeauftragten der Stadt Maintal, Verena Strub, kommt das Projekt „Islam uff hessisch“ in die Maintaler Gaststätten. „Menschen über das kontrovers diskutierte Thema Islam ins Gespräch zu bringen, Denkanstöße zu geben – das ist die Idee, die im letzten Jahr auch in Offenbach Stadt und Kreis gestartet ist. „ Mit der Aktion sollen gängige Fragen zum Islam verständlich erklärt werden. Es geht darum aufzuklären, mögliche Vorbehalte abzubauen – nicht ums Missionieren“, erklärt Strub.

 

„Islam uff …“ ist ein Projekt des Vereins Orient-Netzwerk e.V. in Freiburg. Bisher sind die Dialekte badisch, hessisch und sächsisch im Angebot. Dahinter steckt eine fiktive Figur, die sich an der Universität wissenschaftlich mit dem Islam beschäftigt. In Maintal ist es das „Mariesche“, die in den Antworten aus ihrem Uni- und Lebensalltag sowie von Begegnungen mit Menschen des islamischen Glaubens erzählt.

 

Die Texte wurden vom Orient-Netzwerk verfasst; Mathias Spahn vom Duo Ohrenschmaus hat sie ins Hessische übersetzt. Wissenschaftlich begleitet wurde das Orient-Netzwerk von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und vom Zentralrat der Muslime in Deutschland.

 

Die Texte in Mundart erleichtern den Zugang zum Thema und zaubern meist ein Lächeln auf die Gesichter der Leser*innen. Und auch, wenn sich über die Schreibweise des Dialekts streiten lässt – verständlich sind die Texte für „Eigeplackte“ sowie für „Zugeroaste“ und regen zum Diskutieren an –gerne auf hessisch.

 

Die Antworten sind unter www.maintal.de/islamaufhessisch oder über den QR-Code auf den Untersetzern abrufbar. Interessierte, wenden sich gerne an integrationsbeauftragte@maintal.de.

 

Foto: Wer in nächster Zeit eine Maintaler Gaststätte besucht, könnte auf dem Untersetzer des Getränks eine Frage entdecken, die sich mit dem Islam beschäftigt. Die Antworten dazu gibt es im Internet – und das alles auf hessisch.