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Vorbild für europäische Partnerschaft

Maintal, den 08.05.2019

Magistrat und Stadtverordnetenversammlung zeichnen Friedrich Raab, Gerhard Seuffert und Erich Fischer für ihr unermüdliches Engagement um die Partnerschaft zwischen Maintal und Esztergom (Ungarn) mit der Ehrenmedaille in Gold und Silber aus.

 

Am 31. März haben die Bürgermeisterin der Stadt Maintal, Monika Böttcher, und der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Maintal, Karl-Heinz Kaiser, den Rahmen der Ungarischen Woche genutzt, um drei engagierte Persönlichkeiten für ihren unermüdlichen Einsatz zu ehren.

 

Friedrich Raab, der als der Gründungsvater der Partnerschaft mit Esztergom bezeichnet werden kann, wurde mit der Ehrenmedaille der Stadt Maintal in Gold geehrt. Bereits weit vor der Begründung der Partnerschaft im Jahr 1993 und noch vor dem Fall des Eisernen Vor-hanges baute nicht nur Friedrich Raab freundliche Beziehungen zu Esztergom auf. Bereits damals wurden auch weitere Mitglieder der Familie Raab für Ungarn und Esztergom begeis-tert. Der Funke ist auch übergesprungen auf Monika Vogel, die Tochter von Friedrich Raab. So war es auch kein Wunder, dass Monika Vogel im Februar diesen Jahres neben Jennifer Gutberlet den Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser nach Esztergom begleitet hat. Ziel des Besuches war es neben den vielfältigen Begegnungen im sozialen und kirchlichen Bereich Kontakte mit den in Esztergom politisch Verantwortlichen zu knüpfen.

 

Während des dreitägigen Besuches konnte sich die Maintaler Delegation nicht nur ein Bild von der Stadt an der Donau machen, sondern wurden immer wieder konfrontiert mit den sehr positiven Erinnerungen und Aktivtäten in und um Esztergom von Friedrich Raab, Gerhard Seuffert und Erich Fischer. Über zwei Jahrzehnte waren alle drei im Arbeitskreis Maintal-Esztergom engagiert. Daher war es für den 2017 ins Leben gerufenen Beirat Städtepartnerschaften als Nachfolge des Partnerschaftsvereins konsequent dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung die Auszeichnung von Erich Fischer und Gerhard Seuffert mit der Ehren-medaille der Stadt Maintal in Silber vorzuschlagen. „Ausgezeichnet wird hier nicht, weil drei Personen über 20 Jahre in einer Gruppe aktiv waren. Gewürdigt wird die Nachhaltigkeit ihres Wirkens.“, so Karl-Heinz Kaiser in seiner Begründung für die Würdigung. Anerkannt wird insbesondere, dass trotz aller Widrigkeiten Raab, Fischer und Seuffert sich immer wieder eingebracht haben, auch wenn es in Esztergom oder Maintal mal nicht so richtig lief in Sachen Städtepartnerschaften. Viele Freundschaften haben die Geehrten in Esztergom geschlossen. Daher war es auch keine Überraschung, dass es im Februar in Esztergom zu einer Begegnung mit dem ehemaligen Bürgermeister von Esztergom, Herr Tibor Simon, kam. In dem Gespräch wurde immer betont wie wichtig die Beziehung mit Maintal ist und was die drei Geehrten bis heute geleistet haben.

 

Bei aller Freude über die funktionierenden privaten Beziehungen und auch den Kontakten zu sozialen Einrichtungen und deren Unterstützung z.B. durch den Treffpunkt 76 und den Dörnigheimer Vereinsring, muss festgestellt werden, dass auf offizieller politischer Ebene die Beziehungen zwischen Maintal und Esztergom seit Jahren nicht bestehen. Die Position der ungarischen Regierung in Europa wirkt auch im Rathaus von Esztergom. Die Maintaler Delegation hatte es sich dennoch zur Aufgabe gemacht nicht nur die über Jahrhunderte geprägte Multi-Kulti Stadt an der Donau kennenzulernen, sondern auch Gespräche mit der Stadtspitze zu führen. So hat sich Frau Bürgermeisterin Etelka Romanek an den zwei Tagen viel Zeit genommen, um den Gästen aus Maintal Esztergom zu präsentieren. Diskutiert wurden Möglichkeiten insbesondere Jugendgruppen aus Esztergom zukünftig bei Veranstaltungen in Maintal einzubinden. In der Vergangenheit hat dieses bereits hervorragend beim Bühnenstürmer Festival funktioniert. Angedacht sind nun Begegnungen 2020 beim Herbert-Jacobi-Turnier in Maintal oder auch gemeinsame Begegnungen in Maintals Partnerstadt Moosburg/Kärnten. Moosburg ist nur etwa 450 km von Esztergom entfernt. Eine Einbindung von Esztergom beim Fest der Freundschaft 2020 in Moosburg als Plattform für das in 2020 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Maintal-Katerini (GR) und Moosburg-Katerini (GR) ist ein Punkt der gemeinsamen Gespräche.

 

Kritisch von beiden Seiten wurde auch diskutiert die Rolle Ungarns und der direkt an der Slowakischen Grenze gelegenen Stadt Esztergom im Rahmen des Flüchtlingsstroms 2015/2016. „Das war eine Gradwanderung zwischen unserer Maintaler Position und dem was wir in Ungarn wahrnehmen mussten.“, so Kaiser zu den in Teilen kritischen Gesprächen. Trotz der politischen Widrigkeiten, die sich auch kurzfristig nicht in Ungarn ändern werden, wird Maintal weiter den Kontakt suchen auf dieser Ebene. Die Verbindung von Menschen beider Partnerstädte und der persönliche und kulturelle Kontakt und Begegnungen stehen im Vordergrund. Daher hat der Haupt-und Finanzausschuss im März auf Antrag des Beirates Städtepartnerschaften bisher mit einem Sperrvermerk versehenen Mittel für die Begegnungen zwischen Maintal und Esztergom freigegeben. Man ist davon überzeugt, dass im Sinne von Friedrich Raab die Städtepartnerschaft weiter ausgebaut werden kann. Dafür steht auch, dass innerhalb des Beirates Städtepartnerschaften sich neben Jennifer Gutberlet Raab’s Tochter Monika Vogel die weiteren Aktivitäten koordinieren. Als nächstes ist geplant möglichst in Zusammenarbeit mit dem Vereinsring Dörnigheim die Teilnahme einer Maintaler Delegation im August am Stephansfest. Interessierte Maintaler Bürger*innen können sich an Monika Vogel ( monika.vogel@stvv-maintal.de ) bzw. Jennifer Gutberlet ( jennifer.gutberlet@stvv-maintal.de ) wenden.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Stadtverordnetenvorsteher und Vorsitzender des Beirates Städtepartnerschaften in Maintal, Karl-Heinz Kaiser, Klosterhofstraße 4-6, 63477 Maintal

 

Foto: Von links: Bürgermeisterin Monika Böttcher (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser (3.v.l.) zeichnen Friedrich Raab (2.v.l.), Gerhard Seuffert (2.v.r.), Erich Fischer (r.) aus.

Externer Link zur Beteiligungsplattform Maintal macht mit; Bild zeigt das Logo von Maintal macht mit

Externer Link zur KulturRegion FrankfurtRheinMain; Maintal ist Mitglied in der KulturRegion; Bild zeigt das Logo

Externer Link zur 115 - Ihrer Behördennummer - Wir lieben Fragen; Bild zeigt das Logo, welches aus einem Telefon und den Zahlen 115 besteht

Link zu Prävention und Sicherheit; Bild zeigt das Logo vom Projekt Kompass

Externer Link zur Charta der Vielfalt; Maintal hat sie unterzeichnet; Bild zeigt das Logo, welches aus vielen bunten Punkten und Kreisen besteht