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Maintaler Verkehrsinseln als blühender Blickfang

Maintal, den 28. 06. 2021

Noch mehr Nahrungsquellen für Insekten im Stadtgebiet

 

Das Frühjahr und der Sommer sind die Zeit der Farbenpracht in der Natur. Auch in Maintal sorgen Blühflächen mit bunten Wildblumen, Stauden und Kräutern für leuchtende (Farb)akzente. Selbst Verkehrsinseln können durchaus mit liebevoll angelegten Privatgärten wetteifern. Möglich machen dies das fachkundige Wissen sowie die intensive Pflege durch die Mitarbeiter*innen des städtischen Fachdienstes Grünbereich.

 

Hartgesotten müssen sie sein. Das gilt vor allem für Pflanzen im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen, die an Sommertagen dem Autoverkehr und der Hitze trotzen müssen. Aber auch die Gärtner*innen verbringen Stunden gebückt oder kniend, um die Anlagen zu bepflanzen und zu pflegen: Der Boden muss aufgelockert, Unkraut gezupft oder verwelkte Pflanzenteile entfernt und natürlich gewässert werden.

 

Gerade in den trockenen Sommermonaten der vergangenen Jahre war das Mammutaufgabe. „Ein ausgewachsener Baum benötigt gut und gerne 100 bis 200 Liter pro Woche, je nach Standort und Art des Baumes“, erzählt Bettina Goetz vom Fachdienst Grünbereich. Gemeinsam mit vier weiteren Kolleginnen und einem Kollegen kümmert sie sich um die Verkehrsinseln und kleinere Blühflächen und ist angesichts dieses hohen Wasserbedarfs dankbar für Unterstützung. „Wir freuen uns natürlich darüber, wenn auch Anwohner*innen die Bäume und eventuell angrenzende Flächen im Sommer mit bewässern. Schließlich gilt hier klotzen statt kleckern“, lacht sie.

 

Besonders prächtig blühen derzeit die sieben bepflanzten Verkehrsinseln an der Querspange und Südumgehung sowie die beiden Kreisel in der Goethe- und Bischofsheimer Straße. Das Wildblumenweisen-Arrangement ist ein echter Blickfang im Asphaltgrau. Damit das so ist, ist eine sorgfältige Auswahl der Bepflanzung erforderlich. Schließlich geht im Sommer eine enorme Hitze vom Straßenbelag aus. Kleinsträucher wie Ginster, Kartoffelrose oder der Schmetterlingsstrauch sorgen für den Wildwiesencharakter und mehrjährige hitzeverträgliche Stauden wie Kokardenblume, Veronika, Geranium, Salbei, Thymian, Katzenminze, Steinquendel oder blaue Kugeldistel blühen über mehrere Jahre intensiv.

 

„Optimal ist eine Mischung, die von Februar bis in den Oktober hinein blüht. Im Juni ist übrigens der Höhepunkt der Blüte. Da sind die bepflanzten Flächen eine wahre Augenweide und auch für uns Gärtner*innen ein schöner Lohn“, sagt Bettina Goetz. Denn bevor es soweit ist, sind bis zu zwei Pflegeeinsätze im Frühjahr erforderlich, um die Flächen vorzubereiten und zu verhindern, dass ungewollte Wildkräuter die Oberhand gewinnen. Je nach Trockenheit müssen die Flächen ausreichend gewässert werden. Im Spätherbst werden die Beete dann ein wenig Ordnung gebracht. „Größtenteils werden verblühte Stauden erst zum Frühjahr abgeschnitten und das Laub aus den Beeten entfernt, um den Insekten eine Möglichkeit der Überwinterung zu bieten. Das mag ein gewöhnungsbedürftiger Anblick sein, ist aber sinnvoll“, erklärt Goetz.

 

Seit 2016 nimmt Maintal am Projekt „Main-Kinzig blüht“ teil. In diesem Zusammenhang entstanden auf ungenutzten Flächen prächtige Wildwiesen als Lebens- und Nahrungsgrundlage für Insekten. Im Rahmen von „Main.Kinzig.Blüht.Netz“ entstehen außerdem bis 2025  Blühkorridore zwischen den Gemeinden und Städten, damit sich Insekten, die teilweise sehr spezialisiert auf einzelne Pflanzen sind, besser ausbreiten und vermehren können. „Die vielfältigen Blühflächen sind nicht nur ein wunderbarer Blickfang, sondern auch ein wertvoller Beitrag für Artenschutz und Biodiversität. Deshalb geht mein Dank an die Teams im Fachdienst Grünbereich und an alle, die ihre Gärten und Flächen insektenfreundlich umgestalten“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher.

 

Denn nachahmen ist natürlich ausdrücklich erwünscht. Selbst auf kleinen Arealen wie Terrassen und Balkonen lassen sich Wildblumenmischungen im Topf aussäen und dienen Insekten als Lebensraum und Nahrung.

 

Bild zur Meldung: Ein Blickfang im Asphaltgrau - bepflanzte Verkehrsinseln sind nicht nur ein Hingucker, sondern bieten auch Insekten Nahrung. Foto: Stadt Maintal

Corona-Bild Klima-Bündnis   Link zu Prävention und Sicherheit; Bild zeigt das Logo vom Projekt Kompass Externer Link zur 115 - Ihrer Behördennummer - Wir lieben Fragen; Bild zeigt das Logo, welches aus einem Telefon und den Zahlen 115 besteht Hessen gegen Hass Fairtrade Externer Link zur Charta der Vielfalt; Maintal hat sie unterzeichnet; Bild zeigt das Logo, welches aus vielen bunten Punkten und Kreisen besteht Maintal hat die Charta der Klima-Kommunen Hessen (Logo) unterzeichnet. Das Maintaler Gründerzentrum ist durch den Main-Kinzig-Kreis zertifiziert. Das Bild zeigt das Logo des Zertifikats.