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Wettbewerbsausschreibung

Ausschreibung für ein Kunstwerk in Maintal

 

Im Rahmen des Projektes „Kunst im öffentlichen Raum“ der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell schrieb das Kulturbüro der Stadt Maintal einen nationalen Wettbewerb für ein Kunstwerk aus.

 

Es gab über 70 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Zehn Entwürfe hat die Jury davon im Mai ausgewählt. Maintaler Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden. Im Rahmen dieses Projektes werden bis zum 30. Oktober in den Gängen des Rathauses in der Klosterhofstraße in Hochstadt Modelle und Fotomontagen für das geplante Kunstwerk präsentiert.

 

Die Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell hatte sich im vergangenen Jahr für dieses neues Projekt entschieden. Mit Zustimmung des zuständigen Ausschusses des Stadtparlaments wurde ein Konzept beschlossen, das seit Beginn dieses Jahres erstmalig umgesetzt wird.

 

Auf dem Vorplatz des Bürgerhauses in Bischofsheim soll zukünftig ein Kunstwerk entstehen, das der besonderen Aufgabe dieses Hauses gewidmet ist. Das Bürgerhaus, als wichtiger Raum für kulturelle Veranstaltungen, aber auch für Bürgerversammlungen und Stadtverordnetensitzungen, ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation für alle Maintaler Bürger. Die aktuelle Diskussion um Renovierung bzw. Neubau des Bürgerhauses ändert nichts an dem geplanten Konzept. Die im Rahmen des Wettbewerbs vorgeschlagenen Kunstwerke wurden alle für diesen speziellen Ort und seine Bedeutung für die Einwohner Maintals konzipiert. Das ausgewählte Kunstobjekt soll daher zukünftig entweder das umgestaltete oder ein neu errichtetes „Bürgerhaus“ als solches kennzeichnen und aufwerten.

 

Während der Ausstellung können Bürgerinnen und Bürger im Rathaus ihr Votum abgeben und dadurch bestimmen, welches Kunstwerk zukünftig vor dem Bürgerhaus stehen soll. Der Stadtleitbildgruppe ist diese Möglichkeit der Bürgerbeteiligung sehr wichtig. Entscheiden sollen dabei nur Maintalerinnen und Maintaler. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger müssen daher persönlich abstimmen und ihre Wohnortdaten angeben. Zu den allgemeinen Öffnungszeiten wird dazu eine Urne im Rathaus bereitstehen. Eine Online-Abstimmung wurde wegen der Manipulationsmöglichkeiten, aber auch der Kosten eines solchen Verfahrens nicht in Betracht gezogen. Die bei der Abstimmung angegeben Daten unterliegen natürlich den gesetzlich geregelten Bestimmungen des Datenschutzes.

 

Um die Qual der Wahl nicht zu groß werden zu lassen, darf jeder Abstimmende bis zu drei unterschiedliche Entwürfe für das Kunstwerk auswählen. Der Entwurf, der die meisten Stimmen erhält, soll dann – das Einverständnis der Stadtverordneten vorausgesetzt – auf dem Vorplatz des Bürgerhauses realisiert werden.

 

Die Mitwirkenden der Stadtleitbildgruppe Maintal kulturell und das Kulturbüro freuen sich auf ein großes Interesse der Maintaler Öffentlichkeit an der Ausstellung und eine rege Beteiligung an der Abstimmung.

 

Die endgültige Auswahl des zu realisierenden Kunstwerks erfolgt durch Freigabe der Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr 2019.

Der Zeitpunkt für die Errichtung des Kunstwerks selbst hängt von der Dauer des Planungsverfahrens und von den Umgestaltungsmaßnahmen am Bürgerhaus ab.

 

Im Folgenden präsentieren wir Fotografien der ausgestellten Modelle sowie Fotomontagen, ergänzt durch erläuternde Texte zu den Kunstwerken:

 

Bild zeigt das Kunstwerk aus begehbarer Plastik

Kunstwerk Nr. 1

 

Bezeichnung: ohne Titel

Material: Beton, Acrylglas fluoreszent, gebürstetes Aluminium

Technik: begehbare Plastik

Größe: Durchmesser 3 m, Höhe ca. 3 m

 

Objekteigenschaften

 

Das Kunstwerks besteht aus einem Betonsockel und einer vierteiligen fluoreszierenden Acrylglaskonstruktion, deren Teile durch Aluminiumwinkel miteinander verbunden sind.

Die Betonsockelform ist in sich geviertelt und weist in ihren verschiedenen Partien unterschiedliche Höhen auf. Zwischen den aufeinanderstoßenden Kanten der Viertel befinden sich den Durchmesser des Kreises querende Schlitze. Die Acrylglasplatten werden in den Schlitzen des Sockels aufgenommen.

 

Jede der Acrylglasplatten erhält eine gefräste lineare Struktur die jeweils einen der 4 Stadtteile Maintals wiedergibt.

 

Das Acrylmaterial ist fluoreszierend, das heißt, alle Kanten und Vertiefungen geben das über die allgemeine Fläche der Platte aufgenommene Licht verstärkt ab, sie leuchten und leiten das auftreffende Sonnenlicht in farbigen Reflexionen auf den Boden, die eingefrästen Linien sind als Schatten erkennbar.

 

Idee

 

Unser Vorschlag ist, ein dreidimensionales Objekt von ästhetischer und zugleich benutzbarer Qualität zu schaffen, um dem Vorplatz des Bürgerhauses einen topographischen Fixpunkt zu geben, der Menschen anzieht, zusammenbringt und zum Verweilen/zur Begegnung einlädt.

 

Der Sockel fügt vier diverse Teile zu einem Ganzen (Maintal), die Tortenform erinnert an „süße Stücke“ zu Tanztee und anderen Festen, Generationen verbindend. Auch Statistisches, wie das Bild von Diagrammen, scheint beim Anblicken der Viertel auf : teilen, verteilen, Anteile bekommen.

 

Das Objekt lädt ein zum Verweilen. Hier ist ein schöner Platz auf der Treppe, die Sonne wärmt und wirft farbige Reflexionen durch die Acrylplatten auf den Boden. Viele Wege führen zum Bürgerhaus, Licht- und Schattenspiele, Leuchtpfade. Mit der Gestaltung der Acrylplatten weist das Objekt auf die besondere und junge Stadtgemeinschaft Maintals hin, deren Stadtteile (ehemals solitäre Ortschaften) seit 1974 miteinander verbunden sind.

 

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Bild zeigt das Kunstwerk - Stahlskulptur aus Teilen zweier Boote

Kunstwerk Nr. 2

 

Bezeichnung: In einem Boot

Material: Boote aus Abwrackwerften

Technik: Stahlskulptur aus Teilen zweier Boote

Größe: ca. 2,6 auf 2,6 m

 

 

Objekteigenschaften

 

Die auf der Fotomontage dagestellten Schiffsteile dienen nur zur Veranschaulichung. Im Falle einer Realisierung werden verfügbare Schiffsteile gesucht, die sich von den in der Fotomontage dargestellten unterscheiden können. Als Beispiel für einen Schiffsnamen steht auf der linken Bughälfte das arabische Wort für „Frieden“. Es wird darauf geachtet, dass der deutsche Schiffsname und die Übersetzung des Schiffsnamens aus einem anderen Kulturkreis dem Thema „Begegnungen“ gerecht werden.

 

Idee

 

Auf dem Vorplatz des Bürgerzentrums steht eine Stahlskulptur aus Teilen 2er Schiffe. Die Teile entstammen einem Frachtschiff, wie es üblicherweise auf dem Main verkehrt und einem Schiff aus einem anderen Kulturkreis.

 

Von jedem der beiden Schiffe wird eine Bughälfte aufgestellt, sodass sie einen gemeinsamen Bug ergeben. Zwischen den beiden Bughälften bleibt soviel Abstand, dass ein torartiger Durchgang entsteht. Die symbolische Fahrtrichtung des gemeinsamen Bugs geht nach oben.

 

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Bild zeigt ein Kunstwerk aus begehbarer Plastik auf einem Stufenpodest

Kunstwerk Nr. 3

 

Bezeichnung: MusenHain

Material: Edelstahl, gebürstet; alternativ Cortenstahl

Technik: begehbare Plastik auf Stufenpodest

Größe: Breite 3,9 Meter, Höhe 3,5 Meter, Länge 3,9 Meter

 

Objekteigenschaften

 

Das Kunstwerk steht auf einem Betonsockel, der mit Terrassenplatten belegt wird. Darauf befinden sich Dialogmodule (Sitzgelegenheiten) in drei verschiedenen Höhen. Die farbige Gestaltung des Podestes wird an die Neugestaltung des Platzes angepasst.

 

Idee

Unter einem Kugeldach, in einem kleinen Hain, ist eine Sitzlandschaft aus Dialog-Modulen montiert.

Das Kunstwerk stellt einen Hain, ein Wäldchen, einen Pavillon dar.

Es lädt zum Aufhalten, Relaxen und Begegnen, zum Parlieren und Diskutieren, zum Lesen und Musizieren, zum Dichten und Philosophieren, und als Forum für Poetry Slam ein.

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Bild zeigt eine Glasskulptur

Kunstwerk Nr. 4

 

Bezeichnung: Bischofsheimer Blüte

Material: Sicherheitsglas, Metall

Technik: Glasskulptur

Größe: Höhe: 2,85 Meter, Durchmesser: 1,30 Meter

 

Objekteigenschaften

 

Die Flächen aus Sicherheitsglas in den Farben rot, gelb und blau werden über Klammern untereinander und mit einer Metallkonstruktion auf einem Sockel verankert. Ausführung und Fundament in Ortbeton.

 

 

Idee

 

Das Thema „Begegnung“ wird übersetzt in drei farbige, sich durchdringende Glasflächen, die sich zu einer klar ablesbaren Gesamtgestalt verbinden.

Die an eine Blüte erinnernde Skulptur gestattet Durchblicke und zeigt durch die optische Überlagerung der farbigen transparenten Gläser ein facettenreiches Bild. Dies wird ergänzt durch bunte Schatten.

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Bild zeigt einige Figuren

Kunstwerk Nr. 5

 

Bezeichnung: Arbeitstitel „Willkommen“ / „Hallo“

Material: geschnittener Stahl

Technik: Figuren

Größe: Höhe: 2,20 Meter bis 2,50 Meter, Tiefe (Dicke): 10 bis 12 Millimeter

 

Objekteigenschaften

 

Das Kunstwerk setzt sich aus drei Figuren zusammen. Jede Figur besteht aus zwei Stahlplatten, wobei die zweite Platte etwas größer und um einige Grad gedreht ist. Die Platten sind mit Stegen verbunden. Die Farbgebung ist kräftig, nicht knallig, im Seidenmatt – Bereich.

 

Idee

Die drei farbenfrohen Figuren verkörpern die drei Hauptaspekte der Begegnung: Gehen, Kommen, Bleiben (frei nach dem Hessischen „Gehense, Kommense, Bleibense“)

Bei dem Begriff Begegnung denkt man neuerdings auch an Begriffe wie „Balkanroute“, „Grenzzaun“ und „Bootsflüchtlinge“. Dem Künstler ist es wichtig, den Begriff „Begegnung“ positiv zu besetzen, daher wurden drei Figuren gewählt, die damit spielerisch umgehen.

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Bild zeigt SkulpturenBild zeigt Skulpturen

Kunstwerk Nr. 6

 

Bezeichnung: „Mariposa“

Material: Stahl

Technik: Skulptur

Größe: Höhe 3 Meter, Breite 3 Meter, Länge 3 Meter

 

 

Objekteigenschaften

 

Die beiden Elemente bestehen aus gebogenem Stahlrohr und werden in komplementären Farben angelegt, so dass die äußeren Enden des Farbspektrums aufeinandertreffen.

 

Die Einzelteile ruhen auf ein im Boden eingelassenes Fundament. Ein Sockel ist nicht sichtbar.

 

 

Idee

 

„Mariposa“ ist das spanische Wort für Schmetterling.

Die beiden Schmetterlingsflügel begegnen und entfernen sich optisch, wenn sich der Betrachter der Figur nähert oder sie umrundet.

Es handelt sich um eine dynamische Form, die die Fragilität eines Schmetterlings in eine abstrakte Struktur übersetzt.


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Bild zeigt ein Kunstwerk aus Beton und Glas

Kunstwerk Nr. 7

 

Bezeichnung: „Agora“

Material: Beton, Glas

Technik: Installation

Größe: Durchmesser: 7 Meter, Höhe: 2,5 Meter

 

 

Objekteigenschaften

 

Auf einer begehbaren, runden Grasfläche werden zwölf Säulen aus Beton angeordnet, mit einer Sitzfläche von jeweils 50x50x45cm. Die Säulen entsprechen den Ziffern einer Uhr. In der Mitte befindet sich eine Glasplatte mit einem Durchmesser von zwei Metern. Unter der Glasplatte wird mittels spezieller Projektoren ein virtuelles Feuer erzeugt.

 

Idee

Die Agora war im antiken Griechenland der zentrale Fest- und Versammlungs­platz einer Stadt., also ein Ort der Begegnung.

Die Agora war zentraler Kult- und Versammlungsplatz sowie Veranstaltungsort (Marktplatz). Außerdem spielte sie eine herausragende Rolle für das geordnete Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Das Lagerfeuer als Versammlungsort war ebenfalls ein wichtiges soziales Zentrum und lieferte Nahrung, Licht, Wärme und Schutz.

Die Installation bietet Bezüge zu der Bedeutung des Kreises im Hinduismus und Buddhismus; außerdem zu dem Phänomen des Thingplatzes.

Da die Anordnung der zwölf Säulen auch die Uhr, bzw. den Kreislauf des Tages symbolisiert, sind jeweils drei Säulen in der Farbigkeit des Vormittags (zarte, frische Töne), des Mittags (reine, kräftige Farben), des Nachmittags (gedämpfte) und des Abends (abgedunkelte) gestaltet.

Die auf den Säulen abgebildeten Figuren stellen den Kreislauf des Lebens dar. Auch hier geht es wieder um Begegnungen.


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Bild zeigt eine Skulptur

Kunstwerk Nr. 8

 

Bezeichnung: „Begegnung“

Material: Stahl

Technik: Skulptur

Größe: Höhe: 1 Meter, Breite: 0,7 Meter, Tiefe: 0,7 Meter

 

 

Objekteigenschaften

 

Das Kunstwerk besteht aus einer symmetrischen, rot lackierten Stahlkonstruktion mit eingelassenem Sockel.

 

Mit einem Abstand von ca. 15 cm über der Bodenkante scheint die Figur zu schweben. Die Farbigkeit und Lichtwirkung des Objektes variiert je nach Blickwinkel. Die Proportionen sind genau geplant und abgewogen.

 

Die Skulptur besteht aus zwei ineinander verschachtelten Bändern, die lediglich an der Basis miteinander verbunden sind. Sie sind durch einen durchgehenden Abstand von 15 cm klar voneinander abgegrenzt. Es entsteht eine Kreuzform.

 

Idee

Inhaltlich und formal wird die Idee einer Kette verwirklicht. Die zwei Glieder stehen für Verbindung.

Das Objekt steht für Begegnung und bedeutet Integration aller Mitglieder einer Gemeinde. Es bedeutet: in Kontakt zu treten, Verbindungen einzugehen, um einander zu verstehen. Durch gegenseitiges Verständnis wird Angst und Hass kein Nährboden bereitet. So kann man Vorurteilen und Rassismus begegnen; als Grundvorrausetzung für ein gutes Miteinander.

Das weithin sichtbare Objekt wird Kennzeichen und Identifikationspunkt für das Bischofsheimer Bürgerhaus sein. Die Schlichtheit und Eindeutigkeit des Umrisses geht einen Dialog mit der Lebendigkeit und Organik der Umgebung ein.

Im Sommer bildet die rote Skulptur zusammen mit dem Grün der Natur ein eindrucksvolles Gesamtbild und im Winter einen Farbakzent. Die Skulptur ist offen und verstellt den Raum nicht. Das Davor und Dahinter durch Häuser und Bäume bleibt erhalten.


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Bild zeigt eine Skulptur

Kunstwerk Nr. 9

 

Bezeichnung: „Vier Begegnungen“

Material: Stahl, Holz, „Found Objects“, Lack

Technik: Skulptur

Größe: Höhe: 4,8, Breite: 4,0 Meter, Tiefe: 4,3 Meter

 

Objekteigenschaften

 

Das Kunstwerk besteht aus vier Säulen mit ineinander wachsenden Kronen, gefüllt mit Objekten aus Maintal. Die Säulen sind Stahlträger, die Kronen bestehen aus Metall und Holz. Die Kronen werden mit ausgesuchten, ausrangierten Objekten gefüllt. Das Objekt wird rot lackiert.

 

Entsprechend der Zugänglichkeit im öffentlichen Raum wird eine ausreichende Höhe außerhalb Arm- und Sprungreichweite gewährleistet.

 

Idee

Wesentliche Gestaltungselemente des Kunstwerks sind neben Form und Farbe die „Found Objects“. Dies sind Alltagsgegenstände, triviale Gegenstände und Materialien. Es sind Dinge, die Andere ausrangiert, entsorgt und verworfen haben (z.B. Möbel, Geräte, Fahrradteile, Haushaltsgegenstände usw.).

Durch die Neu-Arrangierung und Zusammensetzung werden diese Alltagsgegenstände in Sinnzusammenhänge gebracht und somit zentrale Elemente des Kunstwerks.

Die Objekte werden vor Ort in Maintal gesammelt und stellen damit eine Begegnung zwischen Ort, Objekt, Mensch und Kunstwerk her. Die vier Maintaler Kronen werden kirschrot lackiert und stehen für Selbstbewusstsein und Gemeinschaft. Sie sind Symbol für Glück und Liebe, für Willenskraft und Dynamik. In China ist Rot die Farbe für Glück und Reichtum, in Afrika gilt Rot als Farbe des Lebens. In Maintal ist das Rot auch Verweis und Warnung zwischen Konsum-gesellschaft und Ästhetik.

Das Kunstwerk gleicht vier Eichen, vier Lebensräumen. Es steht für das Aufeinandertreffen von Kultur, persönlichen Dingen, Individualität, Leben und Natur, aber auch für die vier Stadtteile. Die Veränderung von Dingen, die einem Maintaler gehört haben, verdeutlich unterschiedliche Sichtweisen, Sichtpunkte; ist gleichzeitig auch Geometrie und Form.

Die „Found Objects“ stehen auch für Veränderung und Wiederverwertung, Re-Use, Wieder-Aufwertung und Recycling.

 

 

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Bild zeigt eine interaktive SkulpturBild zeigt eine interaktive Skulptur

Kunstwerk Nr. 10

 

Bezeichnung: „Berührungsspannung / Touching Voltage“

Material: U-Träger aus Stahl, LED Licht-Streifen

Technik: Interaktive Skulptur

Größe:

 

Objekteigenschaften

 

Die LED Licht-Streifen erleuchten, wenn Betrachter*innen der Skulptur gemeinsam einen Stromkreislauf bilden. Dies schaffen sie, indem sie sich an den Händen fassen und sie beide Bögen der Lichtkörper berühren.

Menschen bestehen aus rund 60 Prozent Wasser. Dazu enthält der Körper eines Erwachsenen je nach Gewicht und Größe etwa 150 bis 300 g Salz. Diese Kombination führt dazu, dass menschliche Körper Strom leiten können.

 

Idee

Jedes Mal, wenn die Betrachter*innen einen Stromkreislauf bilden, indem sie sich und die Skulptur berühren, erleuchtet diese. (Dieser Vorgang ist ungefährlich!)

Um die Skulptur im leuchtenden Zustand zu erfahren, muss man mit anderen in Kontakt treten – ihnen begegnen.

Auch wenn die Skulptur „Berührungsspannung“ nicht leuchtet, greift sie formal den Gedanken der Begegnung auf, da die Stahlrundbögen sich berühren, sich kreuzen. Durch die Partizipation/Beteiligung, d.h. nur durch die Begegnung der Menschen miteinander, kann die Skulptur ihre Endform annehmen.

Der Vorplatz des Bürgerhauses im Stadtteil Bischofsheim wird durch die Skulptur „Berührungsspannung“ zum Begegnungsstandort.