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Sicherheit und Vorsorge für Notlagen

Unerwartete Situationen wie längere Stromausfälle, extreme Wetterereignisse, kurzfristige Versorgungsengpässe, Cyberangriffe oder andere Krisen können den Alltag plötzlich verändern. Wer sich rechtzeitig informiert und vorsorgt, bleibt im Ernstfall handlungsfähig und kann ruhiger reagieren. 

 

Auf dieser Webseite haben wir einige hilfreiche Informationen des Bundesamts für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz zusammengestellt und geben praktische Tipps, wie Sie sich auf mögliche Krisen und Notlagen gut vorbereiten können.

 

Um über mögliche Notfälle frühzeitig informiert zu werden, empfiehlt es sich, die verschiedenen Warnkanäle zu nutzen. Dazu gehören:

 

In bestimmten Katastrophenfällen richtet die Stadt Maintal so genannte Katastrophenschutz-Leuchttürme ein. Dort erhalten Bürger*innen weitere Informationen, Hilfe und können in dringenden Fällen die Kommunikation nutzen, etwa, um Rettungskräfte zu verständigen. 

 

In Katastrophenschutz-Leuchttürmen erfolgt keine Versorgung mit Lebensmitteln! 

 

Katastrophenschutz-Leuchttürme können eingerichtet werden im: 

  • Feuerwehrhaus Dörnigheim, Berliner Straße 29 

  • Feuerwehrhaus Bischofsheim, Dörnigheimer Weg 5 

  • Feuerwehrhaus Hochstadt, Hanauer Straße 33 

  • Feuerwehrhaus Wachenbuchen, Bachstraße 2 

  • Rathaus der Stadt Maintal, Klosterhofstraße 4-6

 

 

Das Bild zeigt eine Pyramiden aus Konservengläsern. Bildquelle: Pixabay/Alicja

Vorrat an Lebensmitteln und Getränken anlegen

Es empfiehlt sich, einen Vorrat für mindestens drei, idealerweise zehn Tage anzulegen. Dabei geht es nicht um große Mengen oder spezielle Notfallprodukte, sondern um Dinge des täglichen Bedarfs, die Sie ohnehin gerne essen und regelmäßig verwenden. 

 

Gut geeignet sind haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven, Brotaufstriche oder Trockenprodukte. Auch an Babynahrung, besondere Diätprodukte oder Tierfutter sollte gedacht werden, falls sie benötigt werden.

 

Besonders wichtig ist ausreichend Trinkwasser. Als Richtwert gelten etwa zwei Liter pro Person und Tag – zum Trinken und für die Zubereitung von Mahlzeiten.

 

 

 

Das Foto zeigt zwei Handy, die ein Smartphone. Bildquelle: Pixabay/F1 Digitals

Kommunikation und Information sicherstellen

Durch einen Stromausfall oder einen Cyberangriff können gewohnte Kommunikationsmittel wie Telefon, Internet oder Smartphone nicht mehr zur Verfügung stehen. 

 

Eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste von wichtigen Kontakten ist daher hilfreich, falls der Zugriff auf digitale Kontakte nicht mehr möglich ist.

 

Mit einer Powerbank kann man Mobiltelefon oder Laptop kurzfristig laden. Allerdings stehen bei einem längeren Stromausfall das Internet und Mobilfunknetze nicht mehr zur Verfügung.

 

Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen und digitale Warnwege nicht mehr funktionieren, hilft ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio.

 

 

 

Das Foto zeigt einen geöffneten Verbandskasten. Bildquelle: Pixabay/ Hans

Medizinische Versorgung

Um in einem Notfall auch zu Hause medizinisch gut versorgt zu sein, ist eine gut ausgestattete Hausapotheke hilfreiche. Diese sollte neben Medikamenten des persönlichen Bedarfs weitere Medikamente und Verbandsmaterialien enthalten.

 

Medikamente sollten grundsätzlich kindersicher, sowie an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Überprüfen Sie regelmäßig das Verfallsdatum.

 

Hausapotheke

Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz empfiehlt für die Hausapotheke:

  • persönliche Medikamente

  • Schmerzmittel

  • Fiebersenkende Mittel

  • Fieberthermometer

  • Pinzette

  • Abschwellende Nasentropfen oder Nasenspray

  • Mittel gegen Erkältungsbeschwerden

  • Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit

  • Elektrolyte zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlust

  • Brand-, Wund- und Heilsalbe

  • Hautdesinfektionsmittel

  • Wunddesinfektionsmittel

  • Einmalhandschuhe

  • Pflaster und Verbandsmaterial

  • Verbandtuch für Brandwunden

  • Schere

  • Kühlkompresse

  • Abschwellendes und kühlendes Gel für kleinere Sportverletzungen

  • Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche

 

 

 

Das Bild zeigt verschiedenfarbige Hängeregister. Bildquelle: Pixabay/ PIX1861

Wichtige Dokumente sichern

Wenn man aufgrund einer Notsituation zügig das Haus verlassen muss - etwa, wegen eines Brandes oder im Zuge einer Evakuierung - ist es hilfreich, die wichtigsten Dokumente schnell zur Hand zu haben und mitnehmen zu können.

 

Dokumentenmappe

Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz schlägt dazu vor:

 

Im Original oder als beglaubigte Kopie:

  • Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) beziehungsweise Stammbuch

  • Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen

  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide

  • Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)

  • Verträge und Änderungsverträge, zum Beispiel auch Mietverträge, Leasingverträge, etc.

  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

     

Als einfache Kopie:

  • Personalausweis, Reisepass

  • Führerschein und Fahrzeugpapiere

  • Impfpass

  • Grundbuchauszüge

  • sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen

  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung

  • Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit

  • Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen

  • Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt einen gepackten Rucksack. Bildquelle: Pixabay/ lauraelatimer0

Notgepäck zusammenstellen

Notgepäck stellt sicher, dass wichtige Dinge schnell griffbereit sind, wenn ein längerer Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung notwendig wird. Es soll helfen, die ersten Tage außer Haus zurecht zu kommen. 

 

Inhalt Not-Rucksack

Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz empfiehlt, für jedes Familienmitglied einen Rucksack zu packen und schlägt folgenden Inhalt vor: 

 

  • persönliche Medikamente

  • Erste-Hilfe-Material

  • batteriebetriebenes Radio, Reservebatterien

  • Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung

  • Wasserflasche

  • Essgeschirr und -besteck

  • Dosenöffner und Taschenmesser

  • Taschenlampe, Reservebatterien

  • Schlafsack oder Decke

  • Kleidung für ein paar Tage, auch Wetterschutzbekleidung 

  • Arbeitshandschuhe

  • Hygieneartikel (zum Beispiel Artikel für Monatshygiene, Windeln) für ein paar Tage

  • Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz (auch zum Schutz bei Gefahr durch radioaktive oder chemische Stoffe)

  • für Kinder: Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. SOS-Kapseln erhalten Sie in Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien. SOS steht im Englischen für Save our Souls.

  • Dokumentenmappe

 

 

 

 

 

 

 

Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum Download.

Das Bild zeigt das Deckblatt der Broschüre "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
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