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Gleichstellung in Zahlen

Polizeiwagen Pixelio-Bild

Gewalt gegen Frauen und Mädchen

 

Statistisch gesehen wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben Opfer einer Form von Gewalt. Dies können häusliche Gewalt, Übergriffe in der Öffentlichkeit, Missbrauch, sexualisierte Gewalt, Stalking, oder auch Gewalt unter der Geburt sein. Die Formen der Gewalt sind sehr verschieden, sind jedoch immer mit gesellschaftlichen Vorstellungen davon verknüpft, wie weibliches Verhalten zu sein habe und ist mit anderen Formen von Benachteiligung verknüpft (z.B. einer wirtschaftlichen Schlechterstellung). Die Intensität der Gewalt reicht von verbaler Gewalt, Übergriffigkeiten, ökonomischer Gewalt über physische Gewalt bis hin zu Mord. Im Falle eines solchen Mordes spricht man von Femizid. 

Trotz vielfältiger Maßnahmen und Beratungsangeboten, Frauenhäusern, Öffentlichkeitsarbeit oder auch Anti-Gewalt-Trainings ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen weit verbreitet und noch immer tabuisiert. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Straftaten ist hoch. Da viele Gewalttaten ohne die Gegenwart anderer Personen stattfinden, ist es schwer sie nachzuweisen. Viele Frauen fürchten sich davor die Taten anzuzeigen, da sie befürchten müssen, dass ihnen nicht geglaubt wird und/oder der/die Täter*in für die Anzeige Rache übt. Daher bleiben viele Taten ohne strafrechtliche Folgen. 

 

 

 

 

 

Frau im Büro - Pixelio-Bild

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation von Frauen

 

Der Gender Pay Gap, der Unterschied des durchschnittlichen Lohns zwischen Frauen und Männern beträgt zurzeit 18%. Je nach Branche bestehen große Unterschiede. Berufe, die als "typisch weiblich" gelten (z.B. Erzieher*innen) werden in der Regel schlechter entlohnt als Berufe, die als "typisch männlich" (z.B. in technischen Bereichen) gelten. Hinzu kommt, dass Frauen durchschnittlich 52% mehr unbezahlte Sorgearbeit für Kinder, ältere Menschen oder den Haushalt aufwenden als Männer. Um dies zeitlich leisten zu können arbeiten mehr Frauen in Teilzeit als Männer, was den Gender Pay Gap vergrößert und ein deutlich höheres Armutsrisiko für Rentnerinnen bedeutet.

Auch wenn Familien heute einen Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag ihres Kindes haben, bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere für Frauen eine gewaltige Herausforderung. Denn gesellschaftlich werden Frauen in der hauptsächlichen Verantwortung für die Familie gesehen. Frauen leisten einen deutlich höheren Anteil an unbezahlter familiärer Sorgearbeit im Haushalt und in der Kinderbetreuung. Man spricht hier vom "Gender Care Gap". Darüber hinaus tragen Frauen den überwiegenden "Mental Load" (mentale Belastung), indem sie sich um Schule, Kindergarten, Geburtstage, Termine bei Ärzt*innen usw. kümmern. 

Die Mehrzahl der Alleinerziehenden sind nach wie vor Frauen. Viele dieser Alleinerziehenden müssen ihr Gehalt durch Bürgergeld aufstocken, so dass ihre Kinder einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

 

 

 

 

Sitzungssaal Pixelio-Bild

Politische Teilhabe von Frauen

 

Wenngleich Frauen seit mehr als 100 Jahren wählen dürfen und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz verankert ist, fehlt es noch immer an gleichberechtigter politischer Teilhabe. Der aktuelle Anteil von Frauen im Bundestag beträgt 31,4%, in Hessen wird nicht einmal jedes zehnte Rathaus von einer Bürgermeisterin geführt. Von der Hälfte der Macht sind Frauen in Deutschland also weit entfernt. Dies spiegelt sich in einer Gesetzgebung wieder, deren Fokus nicht vorrangig auf gleichberechtigte Teilhabe ausgerichtet ist. 

Die Gründe einer solch niedrigen politischen Frauenquote sind vielfältig. Strukturelle Gegebenheiten im politischen Geschäft führen zu Vereinbarkeitsproblemen zwischen Beruf, bzw. Ehrenamt und Familie, von denen Frauen in größerem Ausmaß betroffen sind als Männer. 

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