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Mähroboter können für Tiere lebensgefährlich sein

Mähroboter erleichtern die Gartenarbeit und sorgen für einen gepflegten Rasen. Für viele Tiere können sie jedoch zu einer tödlichen Gefahr werden. 

 

Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sind Igel und andere Gartenbewohner unterwegs. Doch die Schutzmechanismen dieser Tiere sind bei einem Mähroboter wirkungslos. Weder einrollen, noch langsam davonschleichen hilft, den scharfen Messern zu entkommen. Daher: Lassen Sie zum Schutz Ihrer Gartenbewohner*innen den Mähroboter nur tagsüber fahren. Zwischen 17 und 9 Uhr sollte auf den Einsatz der Mähroboter verzichtet werden.

 

 

Das Foto zeigt einen Igel im Garten. Bildquelle: Pixabay/ Alexas_Fotos

Igel sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie gut versteckt unter Hecken, in dichtem Gebüsch, unter Laub oder in Reisighaufen. Erst nach Sonnenuntergang machen sie sich auf die Suche nach Nahrung.

 

Anders als viele andere Tiere fliehen Igel bei Gefahr nicht. Sie rollen sich instinktiv zu einer Kugel zusammen. Gegen die Klingen eines Mähroboters schützt dieses Verhalten jedoch nicht. Deshalb gehören Igel zu den häufigsten Opfern von Mährobotern. Vor allem Igelbabys sterben durch die scharfen Klingen, da es keinen Mähroboter gibt, der die kleinen Igel erkennt.

 

 

 

 

 

 

 

Das Foto zeigt eine Erdkröte. Foto: Pixabay/ Kathi_Buscher

Auch viele andere Tiere nutzen den Garten als Lebensraum und sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv. Dazu gehören:

 

  • Erdkröten und Frösche

  • Blindschleichen und andere langsam flüchtende Reptilien

  • Schnecken

  • Käfer, Spinnen und zahlreiche weitere Insekten

 

Sie alle bewegen sich langsam oder verharren bei Gefahr. Dadurch werden sie von vielen Mährobotern nicht erkannt und können verletzt oder getötet werden.

 

 

Das Foto zeigt eine Schnecke. Foto: Pixabay/ nennieinszweidrei

Der wirksamste Schutz ist einfach:

 

  • Mähroboter ausschließlich tagsüber einsetzen.

  • Das Gerät möglichst nicht in der Dämmerung und nachts fahren lassen. Empfehlenswert ist eine Pause von etwa 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang.

  • Vor dem Mähen einen kurzen Blick auf die Rasenfläche werfen, insbesondere an Hecken, Sträuchern oder anderen Verstecken.

 

 

Wenn der Mähroboter nicht so häufig im Einsatz ist und das Gras etwas höher steht, hat dies übrigens zahlreiche Vorteile:

  • Es beschattet den Boden, sodass Feuchtigkeit länger gespeichert bleibt

  • Es dient Insekten und Kleintieren als Lebensraum und fördert die Artenvielfalt

 

Auf kurz getrimmten Rasenflächen wachsen keine Blühpflanzen mehr. Dies kommt für alle Insektenarten einer versiegelten Fläche gleich. Diese Rasenflächen sind wertlos für die biologische Vielfalt. Sie sind quasi „tot“. Doch Insekten sind auch für den Menschen wichtig: Wenn sie als Bestäuber fehlen, hat das unmittelbare Auswirkungen auf den Anbau von Obst und Gemüse. 

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