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Neubau Maintalbad

 

Unser neues Maintalbad

 

Fragen & Antworten rund um den Neubau 

 

Die Vorbereitungen für den Neubau des Maintalbads laufen. Mit der Entscheidung für ein neues Schwimmbad haben sich Magistrat und Stadtverordnetenversammlung klar dazu bekannt, dass es in der Stadt weiterhin ein Maintalbad geben soll und damit ein Freizeitangebot für die Menschen in Maintal und der Region sowie eine Sportstätte für Vereine und für den Schwimmunterricht der Schulen. Nachfolgend beantworten wir die wichtigsten Fragen zum neuen Maintalbad.

 

Warum braucht es einen Neubau?

Weil das aus dem Jahr 1974 stammende Maintalbad nicht mehr sanierungsfähig war. Denn trotz kräftiger Investitionen in Maßnahmen zur Sanierung und Aufwertung im Laufe der Jahre näherte sich das Maintalbad dem Ende seines Lebenszyklus‘. Auf Basis einer Machbarkeitsstudie, intensiven Beratungen mit Sachverständigen und sorgfältiger Abwägung aller Kriterien wurde der Beschluss für einen Neubau gefasst.

Was kostet der Neubau?

Die Kostenkalkulation beläuft sich auf 41,5 Millionen Euro einschließlich der Abbruchkosten für die bestehende Anlage. Darin enthalten sind auch Abdeckungen für die Außenbecken, um einen Wärmeverlust in den kühleren Nächten zu verhindern und Energie zu sparen. Um ein Überschreiten des gesetzten finanziellen Rahmens sicherzustellen, wurde eine Baukostenobergrenze von 45,4 Millionen Euro beschlossen. Es handelt sich um eine langfristige Investition in die kommunale Infrastruktur.

Wie kommt es zu diesen Kosten?

Ein Schwimmbad ist ein technisch anspruchsvolles Bauwerk: Wasseraufbereitung, Energieversorgung, Lüftung, Barrierefreiheit, Sicherheitsauflagen und moderne Standards führen zu höheren Kosten als bei herkömmlichen Gebäuden. Zudem steigen Bau- und Materialkosten deutschlandweit seit Jahren an – verursacht durch Lieferengpässe in Folge der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.

Gab es Alternativen zu einem Neubau?

Nein, nur die ersatzlose Schließung und damit der dauerhafte Entfall eines Schwimmangebots in Maintal. Eine Sanierung des alten Bades wurde intensiv geprüft. Allerdings hat die Gebäudehülle eines Hallenbads eine Lebensdauer von durchschnittlich 60 bis 70 Jahren. Das Maintalbad war bereits 50 Jahre alt. Damit wäre eine millionenschwere Sanierung unwirtschaftlich gewesen. Dies wurde auch durch die Prüfungen für den Erhalt der höchstmöglichen Fördersumme des Bundes (6 Mio. Euro) belegt. Mit dem Neubau erhält die Stadt Maintal ein Gebäude auf dem neuesten Stand der Technik und Energieeffizienz.

Wie ist der aktuelle Planungsstand?

Die Baugrube für den Neubau des Maintalbads ist vollständig vorbereitet und die Baustelle eingerichtet. Alle Arbeiten zur Stabilisierung des Untergrunds sind abgeschlossen. Im nächsten Schritt folgt die Herstellung der Bodenplatte. Ein wichtiger Meilenstein ist die Grundsteinlegung am 29. Mai.

Was passiert mit den Abbruchmaterialien?

Beim Abriss werden Wertstoffe wie Edelstahl, Kupfer und andere wiederverwertbare Materialien separiert und dem Recycling zugeführt. Andere Baustoffe, die wiederverwendet oder recycelt werden können, werden ebenfalls entsprechend behandelt. So wird zum Beispiel ein Teil des Betons aus dem Abriss vor Ort gebrochen und für die Baustraße verwendet.

Wurden Bürger, Vereine und Schulen in die Planungen einbezogen?

Die Stadtleitbildgruppe „Schwimmbad“, der REHA-Sportverein, sowie die DLRG Maintal wurden in die Planungen einbezogen.

Welche Alternativen gibt es bis zur Eröffnung für Schulen und Vereine?

Der Schulträger wurde frühzeitig informiert, wodurch einige Schulen den Schwimmunterricht in 2024 vorgezogen haben. Andere weichen auf umliegende Bäder aus, sofern sie noch Zeitfenster erhalten haben. In einigen Fällen muss der Schwimmunterricht während der Bauzeit entfallen.

Die DLRG Maintal hat einen städtischen Zuschuss für ein Fahrzeug erhalten, um die umliegenden Bäder für das Training nutzen zu können.

Für wen ist das neue Bad gedacht?

Das neue Maintalbad wird als Schwimmbad für alle geplant – für alle Alters- und alle Nutzergruppen. Es soll ein sozialer Begegnungsort sein: Hier lernen Kinder schwimmen, Vereine führen ihr Sportangebot durch und Familien können wohnortnah ihre Freizeit verbringen. Die DLRG Maintal, der REHA-Sportverein und weitere werden Training und Kurse anbieten.

Welche Ausstattung sieht die Planung vor?

Das Maintalbad wird als Familienbad und Sportstätte konzipiert. Die Planungen greifen die daraus resultierenden Anforderungen und Bedarfe der unterschiedlichen Nutzergruppen auf. Vorgesehen sind ein Hallen- und ein Freibad, die ganzjährig parallel betrieben werden. 

 

Das Hallenbad verfügt über 

  • ein 25-Meter-Sportbecken, 

  • ein Planschbecken, 

  • ein Lehrschwimmbecken, 

    sowie – angesichts der steigenden Nachfrage - über ein Kursbecken mit Hubboden. Damit können Kursangebote mit sportivem, regenerativem oder entspannendem Charakter parallel zum regulären Badebetrieb stattfinden, ohne dass dieser gestört wird oder eingeschränkt werden muss. Zudem lassen sich damit zusätzliche Einnahmen erzielen. Der höhenverstellbare Hubboden ermöglicht die Anpassung der Wassertiefe zwischen 0 und 2m, wodurch das Kursangebot deutlich vielfältiger gestaltet werden kann.

     

Im Freibad soll es 

  • einen Wasserspielbereich, 

  • ein großes Erlebnisbecken und weiterhin 

  • ein Springerbecken mit einer Ein-, Drei- und Fünf-Meter-Absprunghöhe geben, sodass auch die Abnahme von Schwimmabzeichen möglich ist. 

  • Zusätzlich sind eine ganzjährig nutzbare Röhrenrutsche und eine Gastronomie geplant.

Warum soll es Erlebniselemente geben?

Der Besuch eines Schwimmbads soll natürlich ein Erlebnis sein. Schon in der Vergangenheit gab es im Maintalbad Angebote, die für viel Badespaß sorgten. Deshalb soll es auch in Zukunft Erlebniselemente wie Bodensprudler oder eine Breitrutsche im Freibad geben. Der Wasserspielbereich im Freibad wird zudem durch einen Spraypark für die Kleinen ergänzt. Zusätzlich werden im Freibad ein Strömungskanal und eine ganzjährig nutzbare Reifenrutsche gebaut. Auf dem Außengelände werden der schon vorhandene Seilzirkus und das Hüpfkissen wieder aufgebaut und ein Beach-Volleyball-Feld entstehen. Ziel dieser Angebote ist es, alle Alters- und Nutzergruppen anzusprechen und somit die Anzahl der Badegäste, ihre Verweildauer und letztlich die Einnahmen zu erhöhen. 

Was ist ein Cabrio-Dach und welche Vorteile bietet es?

Ein Cabrio-Dach erlaubt, die Dachkonstruktion innerhalb weniger Minuten nahezu geräuschlos auf- oder zuzufahren, um das Sportbecken im Hallenbad witterungsabhängig zu nutzen – entweder als zusätzliches Freibadangebot oder als reines Hallenbad. Dadurch kann das Hallenbad auch außerhalb der klassischen Sommersaison als Freibadangebot genutzt werden. Mit dem Cabrio-Dach konnten Wasserflächen im Außenbereich eingespart werden, die - aufs Jahr betrachtet - weniger genutzt werden. Zudem lassen sich durch schnell verschiebbare Cabrio-Dach Betriebskosten reduzieren. Denn sobald das Dach geöffnet ist, wird die energieintensive Lüftungsanlage für diesen Bereich abgestellt und es wird vom solaren Wärmegewinn profitiert.

Welche Fachplaner sind am Neubau beteiligt?

Am Neubau ist ein großes Fachplanungsteam mit erfahrenen Expert*innen beteiligt. Die Fachplanungsbüros haben in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits mehr als 100 Badprojekte geplant und realisiert.

 

KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH ist verantwortlich für die Planung des Gebäudes und Tragwerks, also für die Führung des Badegasts und das Ambiente mit seinen Formen und Farben. 

 

KANNEWISCHER Ingenieurgesellschaft mbH plant die technische Gebäudeausrüstung, also zum Beispiel Badewassertechnik, Heizung, Lüftung, Wasser und Strom.

 

Schröder GmbH & Co. KG kümmert sich um die Gestaltung der Außenbereiche.

 

Umweltplanung Bullermann Schneble GmbH ist unter anderem für die Planung rund um den Abriss zuständig.

 

EHBS Knecht GmbH & Co. KG sorgt mit ihrer Brandschutzplanung dafür, dass im Notfall alle sicher aus dem Gebäude kommen und ein Feuer sich nicht ausbreiten kann.

Wie wirkt sich der Neubau auf die Eintrittspreise aus?

Der Grundsatz familienfreundlicher Eintrittspreise gilt auch für die Zukunft. Das Maintalbad wird als Schwimmbad geplant, dessen Besuch für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich sein soll. Dieser Anspruch gilt allein schon vor dem Hintergrund der gesellschaftlich wichtigen Bedeutung des Schwimmenlernens. Hierfür braucht es kommunale (Alltags-)Bäder – und zu dieser Verantwortung bekennt sich die Stadt Maintal.

Lassen sich die Investitionskosten durch Verzicht auf einige Elemente reduzieren?

Um ein kommunales Schwimmbad so wirtschaftlich wie möglich zu betreiben, braucht es stabile Einnahmen. Um Eintrittsgelder durch möglichst hohe Besucherzahlen mit einer langen Verweildauer zu generieren, braucht es wiederum ein attraktives Angebot. Deshalb sind ergänzende Elemente wie eine Reifenrutsche, das Cabrio-Dach und eine Gastronomie sinnvoll, die einen verhältnismäßig kleinen Anteil an der Gesamtinvestition haben. Diese Elemente sorgen jedoch für Attraktivität und sollen die Aufenthaltszeit im Maintalbad verlängern. 

Welche Maßnahmen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind geplant?

Für den umweltfreundlichen Betrieb des Maintalbads sind mehrere nachhaltige Maßnahmen vorgesehen:

  • Luft-Wärmepumpen sorgen für eine energieeffiziente Wärmegewinnung

  • Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach nutzt die Sonnenenergie zur Stromerzeugung

  • Die Beheizung des Freibads erfolgt über schwarze Matten, durch die das Wasser aus dem Schwimmbecken fließt und durch die Sonne erwärmt wird (so genannte solarthermische Absorbermatten) 

Diese Maßnahmen reduzieren den CO₂-Ausstoß deutlich und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Des Weiteren wird die Nutzung der Abwärme eines Rechenzentrums geprüft. 

Wie wird der Neubau finanziert?

Die kalkulierten Kosten von 41,5 Millionen Euro beinhalten sowohl Planungs- als auch Baukosten. Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhält die Stadt Maintal sechs Millionen Euro an Fördermitteln. Aus dem „SWIM“-Programm des Landes Hessen wird das Vorhaben mit einer Million Euro bezuschusst. 

Für wie viele Besucher*innen wird das neue Maintalbad ausgelegt sein?

Im Freibad finden auf der großen Liegewiese bis zu 2.000 Gäste Platz. Im Hallenbad können sich bis zu 500 Personen gleichzeitig aufhalten.

 

 

 

Auf der städtischen Webseite www.maintal.de sowie auf der Homepage des Maintalbads unter www.maintalbad.de informieren wir über den Baufortschritt. Demnächst wird dort dank einer Webcam auch ein direkter Blick auf die Baustelle möglich sein.

 

 

Gefördert durch:

Logo des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Logo des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Einrichtungen".
Logo des Förderprogramms SWIM plus des Landes Hessen.
IntegreatKlima-BündnisKultur-RegionLink zu Prävention und Sicherheit; Bild zeigt das Logo vom Projekt KompassFamilienfreundlicher Arbeitgeber Kinderfreundliche Kommune  FairtradeExterner Link zur Charta der Vielfalt; Maintal hat sie unterzeichnet; Bild zeigt das Logo, welches aus vielen bunten Punkten und Kreisen bestehtMaintal hat die Charta der Klima-Kommunen Hessen (Logo) unterzeichnet.Das Maintaler Gründerzentrum ist durch den Main-Kinzig-Kreis zertifiziert. Das Bild zeigt das Logo des Zertifikats.