Sicherheit und Vorsorge für Notlagen
Unerwartete Situationen wie längere Stromausfälle, extreme Wetterereignisse, kurzfristige Versorgungsengpässe, Cyberangriffe oder andere Krisen können den Alltag plötzlich verändern. Wer sich rechtzeitig informiert und vorsorgt, bleibt im Ernstfall handlungsfähig und kann ruhiger reagieren.
Auf dieser Webseite haben wir einige hilfreiche Informationen des Bundesamts für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz zusammengestellt und geben praktische Tipps, wie Sie sich auf mögliche Krisen und Notlagen gut vorbereiten können.
Um über mögliche Notfälle frühzeitig informiert zu werden, empfiehlt es sich, die verschiedenen Warnkanäle zu nutzen. Dazu gehören:
die Webseite des Bundesamts für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz
die Warn-App NINA
die Mobilfunkwarnung über Cell Broadcast
In bestimmten Katastrophenfällen richtet die Stadt Maintal so genannte Katastrophenschutz-Leuchttürme ein. Dort erhalten Bürger*innen weitere Informationen, Hilfe und können in dringenden Fällen die Kommunikation nutzen, etwa, um Rettungskräfte zu verständigen.
In Katastrophenschutz-Leuchttürmen erfolgt keine Versorgung mit Lebensmitteln!
Katastrophenschutz-Leuchttürme können eingerichtet werden im:
Feuerwehrhaus Dörnigheim, Berliner Straße 29
Feuerwehrhaus Bischofsheim, Dörnigheimer Weg 5
Feuerwehrhaus Hochstadt, Hanauer Straße 33
Feuerwehrhaus Wachenbuchen, Bachstraße 2
Rathaus der Stadt Maintal, Klosterhofstraße 4-6

Vorrat an Lebensmitteln und Getränken anlegen
Es empfiehlt sich, einen Vorrat für mindestens drei, idealerweise zehn Tage anzulegen. Dabei geht es nicht um große Mengen oder spezielle Notfallprodukte, sondern um Dinge des täglichen Bedarfs, die Sie ohnehin gerne essen und regelmäßig verwenden.
Gut geeignet sind haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven, Brotaufstriche oder Trockenprodukte. Auch an Babynahrung, besondere Diätprodukte oder Tierfutter sollte gedacht werden, falls sie benötigt werden.
Besonders wichtig ist ausreichend Trinkwasser. Als Richtwert gelten etwa zwei Liter pro Person und Tag – zum Trinken und für die Zubereitung von Mahlzeiten.

Kommunikation und Information sicherstellen
Durch einen Stromausfall oder einen Cyberangriff können gewohnte Kommunikationsmittel wie Telefon, Internet oder Smartphone nicht mehr zur Verfügung stehen.
Eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste von wichtigen Kontakten ist daher hilfreich, falls der Zugriff auf digitale Kontakte nicht mehr möglich ist.
Mit einer Powerbank kann man Mobiltelefon oder Laptop kurzfristig laden. Allerdings stehen bei einem längeren Stromausfall das Internet und Mobilfunknetze nicht mehr zur Verfügung.
Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen und digitale Warnwege nicht mehr funktionieren, hilft ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio.

Medizinische Versorgung
Um in einem Notfall auch zu Hause medizinisch gut versorgt zu sein, ist eine gut ausgestattete Hausapotheke hilfreiche. Diese sollte neben Medikamenten des persönlichen Bedarfs weitere Medikamente und Verbandsmaterialien enthalten.
Medikamente sollten grundsätzlich kindersicher, sowie an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Überprüfen Sie regelmäßig das Verfallsdatum.
Hausapotheke
Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz empfiehlt für die Hausapotheke:
persönliche Medikamente
Schmerzmittel
Fiebersenkende Mittel
Fieberthermometer
Pinzette
Abschwellende Nasentropfen oder Nasenspray
Mittel gegen Erkältungsbeschwerden
Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
Elektrolyte zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlust
Brand-, Wund- und Heilsalbe
Hautdesinfektionsmittel
Wunddesinfektionsmittel
Einmalhandschuhe
Pflaster und Verbandsmaterial
Verbandtuch für Brandwunden
Schere
Kühlkompresse
Abschwellendes und kühlendes Gel für kleinere Sportverletzungen
Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche

Wichtige Dokumente sichern
Wenn man aufgrund einer Notsituation zügig das Haus verlassen muss - etwa, wegen eines Brandes oder im Zuge einer Evakuierung - ist es hilfreich, die wichtigsten Dokumente schnell zur Hand zu haben und mitnehmen zu können.
Dokumentenmappe
Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz schlägt dazu vor:
Im Original oder als beglaubigte Kopie:
Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) beziehungsweise Stammbuch
Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen
Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide
Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)
Verträge und Änderungsverträge, zum Beispiel auch Mietverträge, Leasingverträge, etc.
Testament, Patientenverfügung und Vollmacht
Als einfache Kopie:
Personalausweis, Reisepass
Führerschein und Fahrzeugpapiere
Impfpass
Grundbuchauszüge
sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen
Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung
Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit
Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen
Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen

Notgepäck zusammenstellen
Notgepäck stellt sicher, dass wichtige Dinge schnell griffbereit sind, wenn ein längerer Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung notwendig wird. Es soll helfen, die ersten Tage außer Haus zurecht zu kommen.
Inhalt Not-Rucksack
Das Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz empfiehlt, für jedes Familienmitglied einen Rucksack zu packen und schlägt folgenden Inhalt vor:
persönliche Medikamente
Erste-Hilfe-Material
batteriebetriebenes Radio, Reservebatterien
Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung
Wasserflasche
Essgeschirr und -besteck
Dosenöffner und Taschenmesser
Taschenlampe, Reservebatterien
Schlafsack oder Decke
Kleidung für ein paar Tage, auch Wetterschutzbekleidung
Arbeitshandschuhe
Hygieneartikel (zum Beispiel Artikel für Monatshygiene, Windeln) für ein paar Tage
Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz (auch zum Schutz bei Gefahr durch radioaktive oder chemische Stoffe)
für Kinder: Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. SOS-Kapseln erhalten Sie in Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien. SOS steht im Englischen für Save our Souls.
Dokumentenmappe


















