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Rückblick zur Fortbildung "Genuss mit Zukunft- nachhaltiger essen & einkaufen"


 

Bild zeigt Referentin & Teilnehmer*innen der Veranstaltung "Genuss mit Zukunft", Foto: Stadt Maintal
Verbraucherzentrale informiert über nachhaltige Ernährung und räumt mit Mythen auf

 

Rund 20 Personen besuchten den Vortrag, der im Rahmen des Fortbildungsprogramms der Freiwilligenagentur – Maintal Aktiv stattfand

 

Der plötzliche Wintereinbruch hielt die Teilnehmenden am vergangenen Donnerstag nicht davon ab ins Rathaus zu kommen. Hier lauschten Sie interessiert dem Vortrag von Diplom-Ökotrophologin Yvonne Leonhardt, die im Auftrag der Verbraucherzentrale Hessen über eine nachhaltige Ernährungsweise informierte. Sie stellte zunächst den Bezug von unserer Ernährung auf die Ressourcen des Planeten her und zeigte auf, dass wir Deutschen derzeit drei Erden bräuchten. 

„Ich will ihnen aber nicht die Butter vom Brot nehmen“, scherzte Leonhardt, als sie den CO2-Ausstoß von einem Kilo Butter aufzeigte. Dieser liegt beinahe so hoch wie der von Rindfleisch, da eine große Menge Milch dafür benötigt wird. Aber nicht nur der Kohlendioxidausstoß spielte bei der Bewertung eine Rolle. So ist z.B. der Wasserverbrauch bei der Herstellung von Soja-Drinks deutlich höher als bei der Herstellung von Hafer-Drinks. „Wenn diese zusätzlich mit Calcium versetzt sind, sind sie eine wunderbare Alternative zur Kuhmilch“, führte Leonhardt weiter aus. Grundsätzlich sollte man bei vegetarischen oder veganen Ersatzprodukten genau auf die Zutatenliste achten und insbesondere zu den Produkten greifen, die weniger Inhaltsstoffe aufweisen. Zwischendurch wurden kleine vegane Mini-Brote gereicht mit Gemüseaufstrich und Hummus, so konnten sich die Teilnehmenden noch vor Ort vom Geschmack überzeugen.

 

Darüber hinaus wies Leonhardt auch darauf hin, dass Begriffe wie „regional“ oder „klimaneutral“ keine geschützten Begriffe sind, sodass sich die Verbraucher*innen nicht darauf verlassen können, dass die so gelabelten Produkte wirklich dem entsprechen, was sie sich darunter vorstellen. Es sei besser, sich auf die einschlägigen Siegel, z.B. das europäische Bio-Siegel oder das „Regionalfenster“, zu verlassen, da diese tatsächlich überprüft werden und transparent nachverfolgt werden können. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in Richtung einer nachhaltigeren Ernährung ist laut Leonhardt das Verbrauchen von Lebensmittelresten: „In Deutschland landen jedes Jahr 79 Kilo Lebensmittel pro Person im Müll – das ist ungefähr jede fünfte Einkaufstüte.“ Sie gab den Teilnehmenden den Tipp, sich auf ihre Sensorik zu verlassen und nicht strikt an das Mindesthaltbarkeitsdatum. So solle man abgelaufene Produkte eingehend überprüfen, bevor man sie (eventuell) entsorgt – mit Ausnahme von frischem Fisch und rohem Hackfleisch. 

 

Zu guter Letzt konnte Leonhardt auch mit dem Mythos aufräumen, dass Kinder Fleisch bräuchten, um gesund groß zu werden, den eine Teilnehmerin äußerte. So sei eine ausgewogene, vegetarische Ernährung durchaus geeignet, um Kinder mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden noch rege über vegane Produkte aus und stöberten in den ausliegenden Info-Materialien der Verbraucherzentrale Hessen. 

 

Der Vortrag fand im Rahmen des Fortbildungsangebots der Freiwilligenagentur – Maintal Aktiv statt. „Wir freuen uns, dass sich so viele Engagierte aus Maintal für eine nachhaltigere Ernährungsweise interessieren“, zieht Lisa Körting, Mitarbeiterin für Projekte im Bereich Nachhaltigkeit beim Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement, Resümee. „Denn auch im Bereich des Engagements ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema und sollte wann immer möglich eine entscheidende Rolle spielen.“  


 

Bild zeigt Präsentationsfolie der Veranstaltung, Foto: Stadt Maintal
Bild zeigt Präsentationsfolie der Veranstaltung, Foto: Stadt Maintal
Bild zeigt Präsentationsfolie der Veranstaltung, Foto: Stadt Maintal
Bild zeigt Teilnehmende der Veranstaltung, Foto: Stadt Maintal

 

Kontakt

Magistrat der Stadt Maintal

Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement
Freiwilligenagentur - Maintal Aktiv

Postadresse: Klosterhofstraße 4 - 6 | 63477 Maintal

Besuchsadresse: Kirchgasse 7 | 63477 Maintal

Tel. 06181 400 - 290 

E-Mail:

 

Sprechzeiten

Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr

Zusätzlich nach Vereinbarung außerhalb der Sprechzeiten. 

Bild zeigt Logo der Freiwilligenagentur - Maintal Aktiv

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